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>INFO   >Windkraftanlagen im Wald

 

Windkraftanlagen im Wald ?

Zeit für Gegenwind (nicht nur in Waldbrunn-Hausen,

Dornburg-Langendernbach, Neunkirchen u. Irmtraut)

 

Liebe Besucher!  Ein MObiles LAndschaftsMUseum, das sich der Natur- und Erlebnispädagogik sowie der Erforschung von Landschaftsökologie und Landschaftswandel verschrieben hat, muss Stellung beziehen, wenn wertvolle Landschaft und Natur wider alle Vernunft zerstört werden - erst Recht, wenn es um den eigenen Heimathafen geht.

Aus diesem Grund ist diese Seite allein dem Thema "Windkraft im Wald" (bzw. Windkraftanlagen (WKA) im Wald) gewidmet, um die wichtigsten diesbezüglichen Hintergrund-Informationen allen BürgerInnen thematisch geordnet zugänglich machen zu können. Daneben soll sie dazu dienen, sämtliche - auch die übersehenen (!) - Aspekte des Naturschutzes detailliert und wissenschaftlich fundiert aufzuzeigen (s. unter "2. Argumente"). Dazu muss der Blick exemplarisch ins Detail gerichtet werden, hier speziell auf ein Waldgebiet im Westerwald an der Grenze zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz: den 'Hauser Wald'. An seinem Beispiel und den vielseitigen Aktivitäten der zu seinem Schutz gegründeten "Interessengemeinschaft Gegenwind Hauser Wald" (IG Gegenwind) werden sowohl die wichtigsten Naturschutz-Belange als auch die Möglichkeiten, Grenzen und die Historie eines lokalen Widerstandes aufgezeigt (s. unter "3. Der Kampf um den Hauser Wald").

 

 

"Weißt du, was ein Wald ist? Ist ein Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz?

Oder ist er eine grüne Menschenfreude?"                Bert Brecht

 

Der 'Hauser Wald' ist zwar nur ein Beispiel unter vielen, kann und soll hier jedoch dazu dienen, den zahlreichen allzu oft verharmlosten Problemen, die mit dem Thema "Windkraft im Wald" einhergehen, die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdienen. Aufgrund seiner besonderen Biotop- und Artenvielfalt ist dieser Wald seit 2016  Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Erhebungen, an denen der Herausgeber dieser Seite gemeinsam mit KollegInnnen (u.a. von der HGON (Hessische Gesellschaft f. Ornithologie und Naturschutz) - Arbeitskreis Limburg-Weilburg) auf ehrenamtlicher Basis arbeitet. Sie zeigen u.v.a., dass zahlreiche gesetzlich geschützte Biotope in den offiziellen Gutachten schlicht und ergreifend übersehen wurden. Die in Vorbereitung befindlichen Biotopkartierungen werden am Ende zeigen, dass der Hauser Wald nicht in ein Baugebiet verwandelt werden darf, sondern in weiten Teilen unter Naturschutz gestellt werden muss!

Vor der endgültigen Fertigstellung können die mehrere hundert Seiten umfassenden Erhebungen zwar noch nicht der Öffentlichkeit präsentiert werden. Gleichwohl sind einige grundlegende Daten und Informationen zum im März 2019 eingereichten NSG-Antrag bereits jetzt an dieser Stelle im Internet abrufbar:

>>> Der 'Hauser Wald' ist ein "Quellenwald"

 

Die Internet-Präsenz der "IG Gegenwind Hauser Wald", mit aktuellen Terminen und Spendenmöglichkeit

finden Sie hier:

>>> IG Gegenwind Hauser Wald

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

>>> Auf ein (Vor-)Wort <<<

 

Manche Erkenntnis braucht schlicht und ergreifend Zeit ... und ich gebe unumwunden zu, dass ich eine ganze Weile gebraucht habe, um ("nach Fukushima") zu erkennen (und zuzugeben), dass meine bis in das Jahr 2016 nahezu uneingeschränkte Befürwortung des Windkraft-Ausbaus (dem Mainstream folgend) überwiegend ideologisch begründet war und zu einem Gutteil auch auf Nicht-Wissen und dem Vertrauen in bestehende Politik- und Behörden-Strukturen basierte. Wäre ich nicht - durch Freunde angestoßen - auf bestimmte und später noch zu thematisierende "Ungereimtheiten" bei den Ausbauplänen im zuvor bereits kurz vorgestellten 'Hauser Wald' gestoßen, hätte ich mich wahrscheinlich weiterhin gutgläubig verlassen ... und wohl niemals so intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Es erfordert nämlich eine immense Fülle an Wissen, um in Gänze zu erfassen, wie sehr die sog. "Energiewende" in ihrer bisherigen Form in die Irre führt.

Leider ist die Beschäftigung mit allen damit verbundenen extrem komplexen Fragen äußerst zeitraubend, weshalb vielen Menschen die Bereitschaft fehlt, sich wirklich tiefgründig damit auseinanderzusetzen. Da vertraut man dann doch lieber den Politikern, die man gewählt hat, die werden schon wissen, was in dieser Frage richtig ist. Was aber wenn Ignoranz, Arroganz und Dogmatismus von eben jenen verhindern, dass stichhaltigen Gegenargumenten überhaupt nur ein wenig Gehör geschenkt, und jeder Kritiker von oben herab belächelt und gleich in die "Schmuddelecke" der Klimaleugner und Populisten gedrängt wird? Denn genau das ist nach meiner inzwischen vielfältigen Erfahrung hier der Fall. Dabei wissen Windkraftkritiker selbst über kleinste technische Details in aller Regel deutlich mehr, als die Mehrzahl der Politiker, die sich auf der Basis von an Ahnungslosigkeit grenzendem Halbwissen befähigt fühlen, diesbezügliche Bauanträge guten Gewissens durchzuwinken.

Es geht hier keineswegs darum, Windkraft grundsätzlich abzulehnen, denn dies wäre am Ende genauso falsch wie die fast einer neuen Religion nahe kommende und allerorten weiter getragene Lehrmeinung, ihr massiver Ausbau sei völlig alternativlos, wenn es um die Rettung des Klimas geht. Windkraft kann zweifellos sinnvoller Bestandteil alternativer Energie-Gewinnung sein - ihr industrieller Ausbau ist jedoch mit massiven Tiefbauarbeiten, extremen Eingriffen in den Naturhaushalt und umweltrelevanten Immissionen verbunden - in naturnahen Wäldern richtet sie deshalb nicht wiedergutzumachenden Schaden an. Dies darf nicht länger verschwiegen bzw. aus politischem oder ideologischem Kalkül verharmlost werden!

Da das MOLAMU/BLP nach eigenem Selbstverständnis aber stets für einen seriösen und deshalb kritischen Umgang mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen steht und sich deshalb nicht auf die zuvor geschilderte dogmatische Art mit Halbwissen zufrieden geben kann, müssen und sollen nachfolgend möglichst unterschiedliche Sichtweisen diskutiert werden. Gleichwohl können und dürfen an dieser Stelle ausschließlich Aussagen sowie Hinweise auf Veröffentlichungen und Veranstaltungen (Flyer, Plakate etc.) erscheinen, die sich streng an wissenschaftliche Gepflogenheiten und den aktuellen Forschungsstand halten - auch und gerade in sprachlicher Hinsicht (!) - eindeutig als solche erkennbare satirische Überspitzungen bilden selbstverständlich eine Ausnahme. Wird jedoch gegen die genannten grundlegenden Prinzipien verstoßen, muss sich das MOLAMU/BLP eindeutig distanzieren.

Dies gilt u. a. für pauschalisierte und bislang unbewiesene Aussagen zu Fragen möglicher Gesundheitsgefahren durch von Windkraftanlagen erzeugtem Infraschall oder zu einem angeblich nur erfundenen durch den Menschen verursachten Klima-Wandel durch Treibhaus-Gase, wie sie derzeit von bestimmten politischen Kreisen (z.B. AfD oder US-Regierung) gezielt kolportiert und leider auch viel zu oft unkritisch von Windkraftgegnern übernommen werden.

Dennoch muss aber auch diesen Fragen stets offen und kritisch begegnet werden, d.h. man muss guten Argumenten und klaren Beweisführungen aus unterschiedlichen Quellen selbstverständlich grundsätzlich Aufmerksamkeit schenken. Es gibt zu viele Irrtümer in der Wissenschaft, die aus eben diesem Mangel an kritischem Denken über Jahrzehnte nicht aufgeklärt wurden.

Wer aber den Pfad der Seriosität und kritischen Auseinandersetzung verlässt und auf einseitige  und nicht eindeutig belegte populistische Plattitüden setzt, gefährdet den zwingend notwendigen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens, schwächt am Ende nur die eigene Position, bringt sich in die Defensive und spielt damit dem Gegner in die Hände!

Es sei deshalb auch ausdrücklich betont, dass nicht jede Aussage in den nachfolgend verlinkten Seiten diesbezüglich überprüft, gefiltert und deshalb auch keine Verantwortung für jeden ihrer Inhalte übernommen werden kann.

In einer fast nur noch nach Profit-Interessen ausgerichteten Welt der "Lobbykratie", der "möglichst viele "Werbe-Klicks" generierenden "Fake News"- und Verschwörungstheorie-Plattformen" sowie gezielten industriell-politisch gesteuerten Ablenkungsmanöver hilft einzig und allein kritisches eigenständiges Denken, d.h. die Recherche nach Fakten aus möglichst seriösen und stets mehreren unterschiedlichen (!) Quellen, um dann selbst auf der Grundlage des gesunden Menschenverstandes zu vergleichen und zu entscheiden bzw. abzuwägen. Letzteres ist extrem zeitraubend und anstrengend … muss aber sein, wenn als einzige Alternativen die komplette Täuschung, lähmende Verunsicherung, konsumgesteuerte Gleichgültigkeit und daraus resultierend die allmähliche Verblödung bleiben.

> Und genau deshalb wird an dieser Stelle wenigstens versucht, stets unterschiedliche Aspekte zu beleuchten! Hier muss also noch richtig gelesen werden! - Wer nach "Häppchen-Infos" und reißerischen Plattitüden auf Boulevard-Niveau sucht,

ist hier definitiv am falschen Platz. <

Andererseits wird - und das wird der, der weiter liest, sehr schnell merken - hier auch kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es um den Schutz der Natur geht (!) ...

 

Dr. H. Rittweger

 

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

1. Einführung

 

Die Nachteile überwiegen bei weitem:

WKA schaden dem Ökosystem Wald!

... der schöne "Traum von der sauberen Energie aus dem umsonst wehenden Wind" ...

zerplatzt sofort, wenn man nur mal genau hinschaut - leider. 

 

1.1. "Geld, Geld und nochmals Geld"

Spät erkannt und leider wahr: Der momentane Kurs in Sachen alternative Energiegewinnung dient an erster Stelle den Kapital-Interessen einiger weniger, gegen (!) die Natur und vor allem - und das ist das Schlimmste -  ohne den Großteil der BürgerInnen mit auf den so wichtigen Weg in eine annehmbare Zukunft incl. der erneuerbaren Energien zu nehmen. Statt lokal wertschöpfende und identitätsstiftende kommunale "Bürger-Energie" gemeinschaftlich in die Hand zu nehmen, treten Spekulanten und Groß-Investoren auf den Plan, deren einziges Ziel ein möglichst hoher Gewinn ist. Wäre die Aussicht auf eben diesen nicht vorhanden, würde sie wohl gar nicht stattfinden: die sog.  "Energiewende". Im "grünen Tarnmäntelchen" wird mit hohen Renditen geworben - und die dürfen hier ja auch sein, denn man "investiert ja einzig und allein in die Umwelt und ganz gewiss nur, um eine drohende Klimakatastrophe abzuwenden". So wird die nackte Gier zu einer "guten grünen Gier" - wie praktisch für das Gewissen!

Und wer zahlt am Ende die Zeche bzw. die Gewinne derer, die ohnehin schon so viel haben, dass sie ihr überschüssiges Geld hier anlegen können bzw. müssen ...? Es bringt nichts, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen: Bei genauem Hinsehen sind große Teile dieser "Investitionen in erneuerbare Energie" kein gesamtgesellschaftlicher Fortschritt sondern nur ein weiteres Rädchen in der Ursachen-Maschinerie für die unsere Demokratie gefährdende immer weiter auseinander klaffende Schere zwischen arm und reich. Wo ist sie hin, die einst so hoffnungsvolle und zukunftsweisende auch und gerade von "den Grünen" getragene "Idee" von einer wirklichen ökologischen Wende incl. Rückkehr zu echter sozialer (und nachhaltiger) Marktwirtschaft? Ohne soziale Gerechtigkeit kein ökologisches Verhalten! Diese logische und nicht nur für die "Energiewende" sondern für unsere gesamte zukünftige Existenz auf diesem Planeten zentrale Erkenntnis muss unbedingt in den Fokus gerückt werden. Ihr wird deshalb ganz am Ende dieser Seite unter Punkt "4. Die Gretchen-Frage" noch besondere Aufmerksamkeit geschenkt ...

(Dieser von der IG Gegenwind erstellte Aufkleber kann (u.a.) über die Kontaktadresse des MOLAMU

(s. >>> IMPRESSUM) bestellt werden.)

 

Besonders bitter ist die Erkenntnis, dass trotz des Errichtens von annähernd 30.000 WKA in Deutschland immer noch kein konventionelles Kraftwerk abgeschaltet werden konnte und der CO2-Ausstoß keinen Deut gesunken ist, sondern stetig weiter steigt. Wie ist diese an Schizophrenie grenzende Tatsache zu erklären? Stimmt da vielleicht grundlegend was nicht im System? Statt Selbstkritik: Schweigen im Walde - bzw. im "Windpark" (... um hier gleich zu Beginn auch einmal diesen pervertierten und bewusst verniedlichenden Begriff für einen mit Industrie-Anlagen kaputt gemachten Wald aufzugreifen). Auf die zentral wichtige Frage, wie denn der flatterhafte Windstrom gespeichert, d.h. dauerhaft vorgehalten werden kann, kommt keine überzeugende Antwort (s. Kap. 2.2. Physik). Statt dessen: Durchhalteparolen: Weiter so, das werden wir schon hinbekommen, später halt ...

Auch die Frage, ob der stetig steigende CO2-Anstieg vielleicht etwas mit dem ungebremsten Wachstum einer ausufernden Konsumgesellschaft - und dabei nicht zuletzt auch mit den immer "fetter" werdenden "Angeber-Karossen" auf unseren Straßen zu tun hat, wird allenfalls hinter vorgehaltener Hand gestellt. Statt den Fokus auf das Energie sparen, z.B. auf dringend gebotene Geschwindigkeitsbegrenzungen oder die konsequente Attraktivitätssteigerung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Ideen zu gedrosseltem und nachhaltigem Konsum  zu legen - was z.B. hieße, möglichst kleine, leichte, sehr sparsame Autos möglichst lange zu fahren - soll der gesamte "schmutzige Fuhrpark" möglichst rasch auf den Schrott. Das spart dann richtig viel CO2, weil die neuen Autos ja demnächst alle mit Strom betrieben werden und viel umweltfreundlicher und auch richtig sauber sind. Das verspricht immerhin die Autoindustrie, an deren Integrität in diesel Zeiten (den Druckfehler bitte ich zu entschuldigen) ja sicher niemand zweifeln wird. Oder "lügt man sich damit womöglich auch nur was in die Tasche" bzw. ist das eventuell nur eine Verlagerung des Problems und damit ein weiterer Irrweg? Auch darauf wird weiter unten unter "Argumente" zurückzukommen sein.

Gibt es denn in Sachen Energie "Am Ende noch gar keine (wirkliche) Wende"? Doch: eines hat sich in jedem Fall bereits geändert: die Lobby. Die "böse" alte Atom- und Kohle-Lobby wird von der neuen "guten" Windkraft-Lobby ersetzt, die aufs engste mit der Politik und leider auch den großen Umweltverbänden verwoben alles daran setzt, den ländlichen Raum und den größten Schatz der dort lebenden Menschen: eine wenigstens noch in den bewaldeten Bereichen intakte Naturlandschaft Schritt für Schritt in eine "Teil-Industrie-Region" zu verwandeln. Jedes kleine "Aber" der Landbevölkerung wird anhand der geschickt kolportierten "Alternativlosigkeit" sofort mit dem Makel "Ja willst Du denn Schuld sein, wenn alles untergeht ?" belegt. Dabei sollte selbst der einfältigste und gleichgültigste "Dörfler" doch zumindest erahnen, dass sich derart tiefgreifende landschaftliche Veränderungen irgendwann einmal rächen werden ...

Doch wer will sich davon schon die überall herrschende Goldgräberstimmung vermiesen lassen? Auch auf dem Land lockt der "schnöde Mammon". Durch Versprechungen finanzieller Art wird die Zustimmung der BürgerInnen und vor allem der Lokal-Politiker regelrecht erkauft - ja man zahlt sogar schon vorab (d.h. vor dem eigentlichen Baubeginn!) einen Teil der "Tantiemen". Angesichts klammer Dorf-Gemeinde-Kassen fällt da das "Nein sagen" verdammt schwer, vor allem, weil das "schöne Geld" ja später womöglich zurückgezahlt werden muss (!), falls der Vertrag - aus welchen Gründen auch immer - scheitert... . Wie nennt man solch eine Art von politischer Beeinflussung doch gleich ...?  

Da ist es dann auch egal, dass es mit der Möglichkeit zu umfassender Meinungsbildung und demokratischer Beteiligung nicht so genau genommen wird: da reicht es vollkommen, wenn vor Jahren einmal gefragt wurde, ob man für oder gegen Windkraft ist. Wo die "Dinger" später genau hinkommen, wie hoch sie am Ende sein werden und welchen Schaden sie dort eventuell anrichten, spielt doch keine Rolle. Warum sollte man angesichts der in Aussicht stehenden Einnahmen, die BürgerInnen unnötig aufmischen und bei einem derart drastischen und generationenübergreifenden Eingriff in den lokalen Naturhaushalt extra befragen? Es ist zwar ihr einziger und bislang völlig unberührter Wald, der wird aber doch nur in einen "Windpark" verwandelt, das hört sich doch richtig gut an.

Es ist wirklich erstaunlich, mit welcher Ignoranz und Arroganz manche Kommunal-Politiker auf der Grundlage der von der großen Politik kolportierten angeblichen Alternativlosigkeit über jeden konträren Befund, über jede berechtigte Kritik hinweggehen; leider verhindern die beiden in diesem Absatz fett geruckten Eigenschaften bzw. Verhaltensweisen immer und überall jeden Zugewinn an Wissen, Intelligenz und Weitsicht.

 

 

1.2. Klimaschutz - Naturschutz - Zukunft

Und wie steht es dabei grundlegend um den Schutz der Natur, den sich doch gerade "die Grünen" auf die Fahnen schreiben? Immer mehr ehrliche, unbeugsame und geradlinige Naturschützer werden an den Rand der Verzweiflung gebracht: Selbst die großen Umweltverbände: BUND, NABU, Greenpeace verschließen ihre "ideologisierten Augen" vielerorts vor dem, was auf der Grundlage von "Bezahl-Gutachten" angerichtet und dann auch noch als Klimaschutz "verkauft" wird. Was viele Leute nicht wissen, ist die Tatsache, dass die eingesetzten Gutachter-Büros nicht etwa von einer neutralen Instanz, wie den Oberen Naturschutzbehörden (ONB), für ihre Arbeit bezahlt werden, sondern direkt von den Vorhabenträgern - hier also den Windkraft-Investoren. Und wie verhält sich ein dringend auf Folge-Aufträge angewiesenes privates Gutachter-Büro dabei dann wohl in aller Regel und verständlicher Weise?  "Wes Brot ich ess - des Lied ich sing" - ein Schelm wer Böses dabei denkt ...

Um die Komplexität eines naturnahen Wald-Ökosystems wenigstens annähernd zu erfassen, müssten mehrere Wissenschaftler unterschiedlicher naturkundlicher Fakultäten viele Jahre (!) an Beobachtungs-, Kartier- und Bestimmungsarbeit leisten, die daran anschließend dann von personell hervorragend aufgestellten übergeordneten Behörden zu bewerten wären. Wie der Verfasser dieser Seite nebst Mitarbeitern der HGON mehrfach beobachten konnte, werden jedoch stattdessen nicht selten studentische Hilfskräfte (mit Foto-Bestimmungsbüchern) eingesetzt, deren Ergebnisse dann in Gutachten fließen, die maßgeblich über die Umweltverträglichkeit von Bauvorhaben in bislang unberührten Gebieten entscheiden! Hinzu kommt, dass in den betroffenen Wäldern ausschließlich an den unmittelbaren Tiefbau-Eingriffsflächen kartiert wird - und dabei noch nicht einmal eine umfassende Vegetationsaufnahme erfolgt! Dass dabei (aus Zeit- und Kostengründen) ganze Biotop-Verbundsysteme übersehen werden - wie zu beweisen sein wird - darf niemanden wirklich wundern.

Wie kann es sein, dass die großen Naturschutzverbände das nicht erkennen? Der BUND ruft z.B. einerseits zu Spenden für den Erhalt alter naturnaher Wälder auf und verschließt gleichzeitig die Augen vor den nachweislich völlig unzureichend untersuchten Auswirkungen von WKA-Baumaßnahmen auf naturnahe Wald-Ökosysteme - wie den 'Reinhardswald' oder den hier im Fokus stehenden 'Hauser Wald'. Ein Wald, der der Braunkohle weichen muss, ist ein guter und schützenswerter Wald; der andere, welcher einem Windindustriepark weichen soll, ist nicht der Rede bzw. keiner umfassenden wissenschaftlichen Erhebung wert. Das ist an Schizophrenie eigentlich kaum noch zu überbieten.

Beruht dieses aus naturwissenschaftlicher Sicht absolut nicht nachvollziehbare Verhalten am Ende allein auf dem Dogma der Alternativlosigkeit und der daraus resultierenden Beschönigung, Ignoranz oder gar echter Ahnungslosigkeit? Oder hat es womöglich doch damit zu tun, dass viele Mitglieder von großen Naturschutz-Verbänden bis in die Führungsriegen hinein mit der Windkraft-Lobby "verquickt" sind, wie der 2018 verstorbene Dirigent Enoch zu Guttenberg (einst Gründungs-Mitglied des BUND) behauptete? Eine diesbezügliche Klage seitens des BUND wurde im April 2016 wieder zurückgezogen - aus „Angst vor der Macht der Wahrheit“, wie zu Guttenberg darauf meinte ... 

Aber: Trotz aller Kritik am derzeitigen Ausbau der erneuerbaren Energien ... muss man sich bei genauem Hinsehen  - (und diesmal) zusammen mit den großen Naturschutz-Verbänden (BUND, NABU, Greenpeace, ...) - schon wundern, welche politischen Kräfte nun urplötzlich - nämlich erst seitdem es um Windkraft geht (!) - eine "Ader für den Natur- und Umweltschutz" entdeckt haben, sich ansonsten im neoliberalen Privatisierungswahn aber "einen Dreck um eben jene kümmern". Angesichts der zunehmend ausufernden und Demokratie gefährdenden "Lobby-Steuerung", wo es nur noch um Kapital-Interessen und das Umsetzen der eigenen Ziele geht, wo selbst Nachrichten zu Waren degradiert, gezielt lanciert und viel zu leichtfertig weitergetragen werden, gilt es sehr genau hinzusehen, abzuwägen und vielleicht auch mal konkrete Fragen zu stellen. Zum Beispiel die wirklich entscheidende: Wie wäre es denn, wenn wir einfach mal ernsthaft mit Energiesparen beginnen würden ..., wenn wir unseren ausufernden Lebensstil und ein auf immer mehr Wachstum und nochmals Wachstum angewiesenes Wirtschafts-System, welches einer CO2-Reduktion und dem globalen Naturschutz grundsätzlich entgegensteht, einfach mal grundlegend in Frage stellen und (ideologiefrei) nach Alternativen suchen (s. o.)? Und dabei geht es keineswegs - wie sämtlichen Kapitalismus-Kritikern so gerne pauschal unterstellt wird - um eine (völlige) Abkehr von der Marktwirtschaft - und damit das Ende der Welt ... (s. dazu ebenfalls Kap. 4. "Die Gretchen-Frage").

Denn gerade wir in den westlichen Industrienationen dürfen nicht länger ignorieren, dass unser momentaner Lebensstil hauptverantwortlich für die globalen Umweltprobleme zeichnet, die ein immer bedrohlicher werdendes Ausmaß erreichen. Eine Mehrheit seriöser Wissenschaftler liefert stichhaltige Argumente für eine sich anbahnende durch uns Menschen (vor allem durch fossile Brennstoffe) verursachte Klimakatastrophe - gleichwohl ein ausgesprochen komplexes Thema, dem an dieser Stelle nicht ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet werden kann.

Nicht minder beunruhigend ist jedoch auch das (am Ende auf die gleiche Ursache = ungezügelter Konsum und Wachstum zurückgehende) weltweite Artensterben. Der Verlust an globaler Biodiversität (s. z.B. neueste Insekten-Studien!) könnte für den Fortbestand einer annehmbaren Umwelt sogar noch viel bedrohlicher sein. Klima- und Naturschutz sind deshalb untrennbar miteinander verbunden und müssen deshalb gleichberechtigt nebeneinander vorangebracht werden! Denn eines ist sicher:

>>> Wer glaubt, wir könnten immer so weiter machen, weil "wir haben ja jetzt saubere erneuerbare Energie", der irrt gewaltig! Wer genau hinsieht, muss vielmehr sofort begreifen, dass wir gar keine andere Wahl mehr haben, als nach neuen, wirklich alternativen und zukunftsweisenden Wegen zu suchen. Und dabei darf es keine Denkverbote geben - weder selbst auferlegte noch fremdbestimmte.

+++   Wahrlich kein Spaß mehr - es ist höchste Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen!   +++

siehe u. v. a.

>>> LIVING PLANET REPORT 2018 (WWF u. Zool. Ges. London !!!) <<<

 

Ein seriöser Wissenschaftler muss deshalb sowohl die IPCC-Berichte sehr ernst nehmen - darf daneben jedoch auch andere gut recherchierte Argumentationsketten nicht völlig außer Acht lassen! Zum Beispiel diese:

https://kaltesonne.de/die-sonne-im-juli-2019-die-erde-wird-gruener-die-ausbleibende-katastrophe/

Dieser interessante und gewiss nicht leicht von der Hand zu weisende Beitrag zeigt, wie wichtig es sein / werden könnte, die Fähigkeit der CO2-Aufnahme von sämtlichen globalen Ökosystemen zu erhöhen bzw. zumindest nicht weiter zu gefährden oder zu mindern. Weniger der Klimaschutz als vielmehr deutlich mehr Anstrengungen in Fragen des Biotop-, Arten- und Naturschutzes wären die logische (und überlebenswichtige) Konsequenz! Das heißt: keine weitere Flächen-Versiegelung (auch und gerade nicht in Wäldern!), stattdessen Aufforsten, strenger Schutz der Ozeane, ökologische Landwirtschaft, Stopp der Wegwerf-Plastik-Wirtschaft, Wachstums- und Konsumdrosselung (= der effektivste Klimaschutz !) -  wo es nur irgend geht u. s. w. wären der einzig sinnvolle Hebel, um irreversible Kipp-Punkte zu verhindern (s. dazu erneut unter "4. Gretchenfrage").

Um es nochmals klar auf den Punkt zu bringen: An dieser Stelle geht es keineswegs um dumme und ignorante "Klimawandelleugnung", wie sie von bestimmten Interessengruppen (vor allem aus dem "rechten Lager") nebst zahlreichen selbst ernannten "Forschern" immer wieder gezielt kolportiert wird. Da in der Natur aber alles mit allem zusammenhängt, führen einseitige Sichtweisen stets in die Irre. Die Wahrheit könnte deshalb - wie so oft - in der Mitte liegen. Auf brauchbare Gegenargumente darf man jedenfalls gespannt sein ...

 

Was am Ende allenthalben fehlt, ist ausreichend

>>>  Respekt vor der Natur !

(hier durch einen "Klick" auf den Punkt gebracht)

 

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2. Argumente

"Eine Meinung aufgrund von besseren Argumenten und neuen Informationen zu ändern, ist keine Blamage sondern gelebte Demokratie!"

 

Gegen unsachliche Verharmlosung, Halbwissen und Falschinformation helfen allein wissenschaftlich fundierte Fakten.

 

Um es hier noch einmal dezidiert aufzugreifen: Hier wird ganz sicher nicht "das Lied" der Kohle- oder Atom-Lobby gesungen (s.o.), wie "grüne" Umweltverbände sämtlichen Windkraftgegnern so häufig pauschal unterstellen. Selbstverständlich müssen wir neue Wege beschreiten, möglichst rasch aus der Kohleverstromung aussteigen und selbstverständlich brauchen wir einen Ausbau der erneuerbaren Energien! Hier geht es deshalb ganz sicher nicht um eine grundsätzliche Ablehnung von Windkraft oder gar ein Zurück zur Atomkraft - ganz im Gegenteil. Die erneuerbaren Energien müssen aber mit Vernunft und vor allem ohne nachhaltige Zerstörung von schützenswerten Ökosystemen, zu deren Erhaltung sie ja doch eigentlich beitragen sollen (!), umgesetzt werden.

Denn auch das ist Fakt:

>>> Unsere naturnahen Laub-Wälder sind die derzeitig letzten (!) Refugien mit Böden und Grundwasser, die nicht – oder (leider) besser gesagt: in nur geringem Ausmaß – von irgendwelchen Immissionen belastet sind. Allein deshalb müssen wir unbedingt verhindern, dass dies nun auch noch Schritt für Schritt aufgeweicht wird!

Der 'Hauser Wald' ist zwar nur ein Beispiel unter vielen, zeichnet sich jedoch durch eine besondere Biotop- und Artenvielfalt aus. Deshalb muss und wird nachfolgend Schritt für Schritt (und wissenschaftlich fundiert!) aufgezeigt, was in diesem so überaus schutzwürdigen Ökosystem verloren gehen würde. Wer sich hier als politischer Entscheidungsträger auf oberflächliche "Bezahlgutachten" verlässt und tiefer gehende Analysen ignoriert, ist nicht nur schlecht beraten, sondern lädt eine große Verantwortung auf seine Schultern ...

 

 

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2.1. Ein Wald ist kein Industriegebiet!

Umwelt-, Natur- und Artenschutz

(am Beispiel des Hauser Waldes im hessischen Westerwald)

 

2.1.1. Warum erst jetzt?

Und noch eins gleich vorweg: Ja, es stimmt: Auch die IG Gegenwind Hauser Wald war spät dran mit ihrem Protest - regelrecht aus einem Dornröschenschlaf erwacht - wie die lokale Presse schrieb (s. entsprech. "links" weiter unten). Die Gemeinden Dornburg und Waldbrunn hatten bedauerlicherweise bereits Verträge unterzeichnet ...

Wer war nach dem Atom-Ausstieg sowie angesichts einer sich möglicherweise anbahnenden Klima-Katastrophe nicht verunsichert, wie es mit der Energie-Gewinnung in unserem Land weitergehen soll bzw. kann? Müssen wir, um unseren Planeten zu retten und trotzdem nicht irgendwann im Dunkeln zu stehen, nicht ganz besondere Opfer bringen?

Viele BürgerInnen haben schlichtweg Zeit gebraucht, das tatsächliche Ausmaß der lokalen Natur-Zerstörung in Gänze zu überblicken und außerdem zu durchschauen, dass das Gros der Windkraft-Betreiber - genauso wie jede andere Industrie-Lobby - nur den eigenen Profit im Blick hat - ohne Rücksicht auf Verluste! Bei genauem Hinsehen geht es hier nicht mal im Ansatz um schonende, CO2-neutrale Energiegewinnung zum Vorteil aller (s.u.)! Ob Letztere überhaupt durch den weiteren Ausbau der Windenergie zu bewerkstelligen ist, muss doch zumindest arg angezweifelt werden (auch dazu später mehr).

Und genau diese (späten) Erkenntnisse im Verein mit dem uns allen drohenden enormen Verlust an Lebens-Qualität treiben immer mehr Menschen an, mit allem notwendigem Nachdruck für ein bisschen intakte Rest-Natur in ihrer Heimat zu kämpfen.

Immer mehr Gewerbeflächen, Umgehungsstraßen und Kfz-Verkehr auch jenseits der offiziellen Straßen in Feld, Flur und Wald! Auch die einst so beschauliche Westerwälder Landschaft ist längst nicht mehr das, was sie einmal war. Es gibt immer weniger wirkliche Rückzugs- und Erholungsgebiete für Mensch und Tier – höchste Zeit für ein Umdenken!

Und jetzt soll auch noch ein durch kaum zu zählende Quellen und anschließende Feuchtbiotope charakterisierter naturnaher Wald durch überdimensionierte Windkraftanlagen teilgerodet werden. Auf einer Waldfläche von weniger als 1,5 Quadratkilometern sollen insgesamt 6 mehr als 200 m hohe Windkraftanlagen errichtet werden. Dieser - für die Menschen vor Ort einzige! - dorfnahe Wald wird sich dadurch in seinem Charakter total verändern, seine ursprüngliche Schutz- und Erholungsfunktion weitgehend verlieren.

 

Für weitergehende spezielle Informationen zum Naturraum sei erneut an diese Stelle verwiesen: 

>>> Der 'Hauser Wald' - Archäologie, Geologie, Natur


 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2.1.2. Rodungen - Stoppt die Zerstörung unseres Waldes!

"Hausen ist von herrlichen Laub- und Nadelwäldern umgeben" ist (noch!) auf der Internet-Präsenz der Gemeinde Waldbrunn zu lesen. Über die Ästhetik von Windkraftanlagen kann man streiten ... über die Tatsache, dass sich das Bild der lokalen Landschaft aller umliegenden Orte (vor allem in Hausen, Neunkirchen, Irmtraut u. Langendernbach) dauerhaft und drastisch verändern wird, nicht.

 

Die vorstehende Abbildung ist keineswegs übertrieben,  die geplanten Windräder sollen 200 und in einem Fall sogar 240 m Höhe erreichen, und das Nächstgelegene am "Unteren Irmtrauter Weg" wird nur knapp über 1.000 m vom Ortsrand entfernt liegen! (Fotomontage: Th. Blum)


Auch wenn die ursprüngliche Planung ab 2018 abgeändert wurde (es sind nur noch 6 Anlagen geplant und die Kurvenradien verkleinert), zeigt die vorstehende Fotomontage, dass ein kleines
Westerwald-Dorf wie Waldbrunn-Hausen von derart großen Industrieanlagen regelrecht erschlagen wird. Die höchsten Bäume im Wald erreichen knapp 40 m. Das höchste Windrad wird mit 240 m Höhe also 200 m höher sein als der höchste Baum! Weitere Vergleiche gefällig? Der Kölner Dom ragt mit der höchsten Spitze "nur" 157 m in den Himmel, der Kirchturm der Pfarrkirche in Langendernbach gerade mal 30 m. Wie würde solch ein "Monster-Turm" wohl unmittelbar daneben wirken?

Ist das Roden von naturnahen Mischwäldern zur angeblichen CO2-Einsparung an sich schon schizophren, wird das geplante Ausmaß erst durch einen Blick aus dem All offenkundig (s. Abb. unten). So zeigt der Blick auf eine WKA-Montagefläche in der Nähe des nicht weit entfernt liegenden Ortes Girkenroth, dass pro Anlage bis zu 10.000 Quadratmeter Wald verloren gehen können. Das ist eine deutlich größere Fläche, als ein üblicher Sportplatz in der Region aufweist! Im Unterschied zu Girkenroth wird der Wald bei Waldbrunn-Hausen jedoch nicht vom Rand her "angenagt", sondern die Anlagen sollen mittendrin entstehen, wodurch sich die negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt um ein Vielfaches potenzieren!

 

 Montagefläche für ein Windrad bei Girkenroth mit Streckenmaßstab (VG Westerburg, Quelle: Google Maps; Aug. 2016)

 

Dazu kommen dann noch die ca. 160 m langen Kranstellflächen, die z.T. als ganz neue Schneisen in den bestehenden Wald geschlagen werden müssen. Bei insgesamt sechs (ursprüngl. sieben) Anlagen plus Zuwegung könnten zwischen Waldbrunn-Hausen und Dornburg-Langendernbach demnach bis zu 100.000 Quadratmeter bislang intakte Natur verloren gehen - nicht eingerechnet, dass die dazwischen verbleibenden bewaldeten Flächen ihren momentanen Wert aufgrund der massiven Störungen gleichsam dauerhaft einbüßen würden!

Die entstehende Mischung aus Industrie-Standort mit verdichteten Schotterflächen, Rotorenlärm und Blinklichtern zwischen den verbleibenden Baumflächen wird mit dem einstigen Wald  so gut wie nichts mehr gemein haben. Und es darf stark bezweifelt werden, dass die (inzwischen eine Minderheit bildenden) lokalen Befürworter sich im Klaren darüber sind (bzw. waren), dass hier der größte Schatz eines kleinen Westerwald-Dorfes regelrecht verhökert wird: ein intakte Rest-Natur, die das bietet, was die meisten gehetzten Stadt-Menschen immer dringender suchen: Ruhe, Erholung, "Entschleunigung" in einer sich scheinbar mit jedem Tag schneller drehenden Welt.

 

Luftbild mit der Lage der (ursprünglich) geplanten Windräder, den dazu gehörigen (überwiegend befestigten) Montageflächen und überbreiten Baustraßen, die sich nur zum Teil mit den vorhandenen Forstwegen decken werden. Der Obere Irmtrauter Weg, wo WKA 5 errichtet werden soll (WKA 6 ist inzwischen entfallen), eine allseits beliebte Jogging- und Spazier-Strecke, soll zukünftig durch kahle Windrad-Stellflächen verlaufen. Zwischen dem sog. "Langen Stein" (Wegekreuzung Bildmitte oben; vgl. Topographische Karte unten) sollte ursprünglich entlang der Grenze zu Rheinland-Pfalz zudem eine ganz neue Trasse durch ein ökologisch wertvolles Feucht-Tälchen gefräst werden (Trotz der Änderungen ab 2018 (s.o.), wird hier die alte Planung weiter gezeigt, um klarzustellen, mit welchem Selbstverständnis und welcher Skrupellosigkeit die Planer hier selbst in gesetzlich geschützten Biotopen zu Werke gehen).

 Im Bild unten links ist der sich ständig in NO-Richtung erweiternde Basalt-Steinbruch v. Elbtal-Elbgrund zu erkennen, der in Fragen der "Umweltverträglichkeit" für zusätzliche Probleme sorgt.

(Quelle: http://www.geoportal.hessen.de/, verändert, H. Rittweger 08/2016)

 

Wer sich dann noch die Mühe macht, im Internet nach Bildern oder Filmen vom "Bau von Windkraftanlagen im Wald" zu suchen, sollte eigentlich begreifen, was hier vor allem in der Bauphase auf den bislang noch so naturnahen 'Hauser Wald' mit vielfältiger Baumarten-Zusammensetzung und Altersstruktur zukommen wird - er wird sich davon über Generationen hinweg - und im Bereich der verdichteten Böden überhaupt nicht mehr erholen!


 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2.1.3. Wasserschutzgebiet !

Wer darüber hinaus nach "Problemen beim Betrieb von Windkraftanlagen" sucht, wird im Internet auch sehr schnell auf zahlreiche Unfallberichte stoßen. Das Umstürzen ganzer Anlagen, nicht zu löschende Brände und ein unkontrollierter massiver Austritt von Getriebeöl sind auch in unserem Wald keineswegs ausgeschlossen! Dazu muss man wissen, dass der betroffene Wald westlich von Hausen von außerordentlicher Bedeutung für die Trinkwasser-Versorgung aller (!) umliegenden Ortschaften ist, und die geplanten Windräder allesamt in der Wasserschutzzone III liegen! Sogar Quellfluren, Feuchtgebiete und -Tälchen sollen nach den bestehenden Plänen trockengelegt, zugeschüttet und planiert werden! Hinzu kommen die enorme Wegeverbreiterung (besonders in den Kurvenbereichen !) incl. Teerdecken an Steigungsstrecken sowie die Bodenverdichtung durch die massiven Baumaßnahmen mit schwerem Gerät. Niemand kann wirklich sagen, wie groß die negativen Auswirkungen auf die Grundwasser-Neubildung und -Qualität durch den Bau, die Fundamentierung und den Betrieb dieser Anlagen am Ende sein werden!

Wirklich umfassende hydrogeologische Gutachten liegen nach unserer Kenntnis nicht vor oder werden den Bürgern, wie alle anderen Gutachten bis dato nicht ausgehändigt! Bei einer Bau-Genehmigung hätten die unmittelbar Betroffenen somit keine Möglichkeit eines Einspruches, da die Fa. ENERTRAG zugleich den sog. Sofortvollzug der Baumaßnahme bei positivem Bescheid beantragt hat.

Dass diese Eingriffe Folgen haben werden, steht außer Frage. Welche Folgekosten (!) daraus für die Anlieger-Gemeinden erwachsen, die sich im Moment noch über die in Aussicht gestellten Pachteinnahmen freuen, vermag jedoch niemand im Detail zu orakeln ...

 

              

Ölunfall auf dem Oberen Irmtrauter Weg am 05.02.2017 (Fotos H. u. C. Rittweger) an der geplanten WEA 5.

 

So musste die Freiwillige Feuerwehr Hausen bereits am 05.02.2017 das weitere Abspülen einer großen Öl-Lache verhindern, die im Zuge der Baugrund-Sondage  durch ein seitens ENERTRAG beauftragtes Subunternehmen (unbemerkt?) entstanden war. Selbst sog. "Bio-Öl" würde den im betroffenen Quellsumpf vorkommenden Wasserorganismen irreparablen Schaden (!) zufügen, und man muss sich fragen, warum solche Bohrungen an einem ökologisch derart sensiblen und gesetzlich geschützten Biotop überhaupt genehmigt werden. Seitens der IG Gegenwind wurde dieser Vorfall sowohl bei der Oberen als auch bei der Unteren Wasser- und Naturschutzbehörde aktenkundig gemacht und seitens der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz) dankenswerter Weise auch zur Anzeige gebracht.

Dass dies bei Weitem kein Einzelfall ist, konnte man z.B. im Februar 2017 auch an diesem Beispiel aus dem Odenwald sehen: >>> !! (s. auch: >>> !). Welche Mengen dabei tatsächlich ausgetreten sind, ist im Übrigen nur von untergeordnetem Belang, denn für viele im Wasser lebende Tiere sind bereits geringste Mengen toxisch.

Wie eingangs bereits betont, stellt der 'Hauser Wald' eines der in der Region letzten Gebiete mit reinstem Quellwasser ohne (bislang!) nennenswerte Immissionen (Dünger, Abwässer, Straßenabrieb, Flächenabspülung, Agrargifte etc.) dar! Das zeigen zahlreiche der in den Quellen und Kleingewässern (noch!) lebende Organismen, die uns hier als hochempfindliche und bedeutende Bioindikatoren dienen können! Er ist damit weitaus wertvoller als jede noch so hohe (!) Ausgleichszahlung an eine Gemeinde - mögen die Aussichten auf Zusatzeinnahmen bei klammer Kassenlage auch noch so bestechend sein!!

Dass wir dieses Schutzgut für nachfolgende Generationen um jeden Preis schützen und erhalten müssen, sollte eigentlich unmittelbar zu begreifen sein ... gleichwohl treffen Politiker wie Behörden andere Entscheidungen ..., so dass es weiterer Ausführungen bedarf:

Der 'Hauser Wald' ist ein "Quellen-Wald"!

Durch den speziellen Verlauf von Wasserscheiden - z.B. jener zwischen Elb- und Lasterbach - ist der 'Hauser Wald' durch eine außergewöhnlich große Anzahl an Quellaustritten gekennzeichnet. Tümpel- und Versumpfungsquellen bilden zusammen mit den zahlreichen Quellgerinnen ein Biotop-Verbundsystem von enormem Wert für den gesamten Naturhaushalt. Zusammen mit speziellen Datenerhebungen zu Flora und Fauna wird dies Gegenstand von wissenschaftlichen Gutachten sein, die derzeit auf ehrenamtlicher Basis verfasst werden (GUCKELSBERGER & RITTWEGER in Vorb.).

Wer etwas von Hydrogeologie, Geomorphologie, Bodenkunde und Landschaftsökologie versteht, dem ist natürlich sofort klar, dass die hier so außergewöhnlich zahlreichen oberflächlich sichtbaren Quellaustritte am Ende nur winzige Fenster in einen weitaus größeren Grundwasserstrom im Untergrund darstellen. Ihr Einzugsgebiet - mithin die obere Bodenschicht des nahezu gesamten Hauser Waldes - hat deshalb eine außerordentliche Bedeutung für die Filtrierung (bzw. Reinigung) des Niederschlagswassers und damit für die Qualität des Trinkwassers für alle umliegenden Orte! Hier Tiefbauarbeiten mit schwerstem Gerät durchzuführen und riesige Beton-Fundamente zu gießen, durch deren Verwitterung (Zersetzung) bekanntermaßen bedenkliche Stoffe in die Umgebung und damit in das Grundwasser abgegeben werden (!) - kann eigentlich nur als Ausdruck von völliger Ahnungslosigkeit sowie menschlichen Größenwahns gewertet werden.  Bereits die Baugrundbohrungen im Vorfeld bzw. im Rahmen des Bauantrages stellen ein unkalkulierbares Risiko für mögliche unerwünschte Verunreinigungen tiefer liegender Grundwasserleiter dar! Dass diese hier überhaupt genehmigt wurden, ist aus fachlicher Sicht nicht zu begreifen!

 

 

Versumpfungsquellen (Helokrenen) in unmittelbarer Nähe des geplanten WKA Standort 10 (Gemarkung Dornburg-Langendernbach), dessen Untergrund vom hier sichtbaren Wasser durchströmt wird.

s. auch:

>>> Der 'Hauser Wald' - Archäologie, Geologie, Natur

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2.1.4. Biodiversität  -  Schwarzstorch, Uhu, Haselmaus, Milan ...

Wer bis an diese Stelle vorgedrungen ist und aufmerksam gelesen hat, dem ist längst klar, dass der 'Hauser Wald' alles andere als ein eintöniger Buchen- und erst recht kein “wertloser” Fichten-Stangenforst ist, sondern aus äußerst vielfältigen, struktur- und artenreichen Laubwaldbeständen sowie einem Mosaik von vielen weiteren Biotoptypen besteht, in denen tausende teils stark bedrohte und störungsempfindliche Arten leben.

Daneben ist der 'Hauser Wald' ein bedeutendes Rückzugsgebiet für wandernde Amphibien - sowohl als Winterquartier und im Bereich der vielen feuchten Tälchen auch als Refugium in den heißen Sommermonaten. Ein Mensch mit wirklichem Verantwortungsgefühl für die (im Moment so gern zitierte) Biodiversität (Artenvielfalt) würde im Traum nicht darauf kommen, derart große Industrie-Anlagen mitten in solch ein naturnahes Waldgebiet zu bauen! Angesichts der spezifischen naturräumlichen Ausstattung dürfte in diesen Bereichen gar nichts gebaut werden, vielmehr sollten diese unter umfassenden Schutz gestellt werden (!) ... und das lässt sich auch wissenschaftlich fundiert untermauern - zu gegebener Zeit, an geeigneter Stelle.

Als Beispiele für im 'Hauser Wald' zu beobachtende Tierarten seien an dieser Stelle stellvertretend nur der Schwarzstorch, der Uhu und die Haselmaus genannt. Trotz aller einzuhaltender Abstände und Wiederaufforstungs-Maßnahmen würden sie und viele weitere Arten hier ihren über Jahrhunderte gewachsenen und gewohnten Lebensraum verlieren.

Um ein Vorkommen der geschützten Haselmaus auszuschließen, wurden im Auftrag der Betreiberfirma ENERTRAG schon im Jahr 2015 sog. Bilchröhren aufgehängt, die von den Tieren als Nisthöhle angenommen werden sollten. Da an den Standorten (noch!) zahlreiche Baum-Veteranen (Habitats-Bäume) mit natürlichen Nistgelegenheiten vorkommen, ist es jedoch fraglich, ob damit ein sicherer Nachweis ihrer An- oder Abwesenheit am Standort gelingen kann.

 

Eine der im Auftrag d. Fa. ENERTRAG aufgehängten Bilchröhren am "Oberen Irmtrauter Weg", direkt am geplanten Standort für Windenergieanlage (WEA) Nr. 5.

 

Wie in einer von Hessen-Forst herausgegebenen Broschüre anschaulich geschildert, ist der Hauptgrund für den Rückgang der Haselmaus-Vorkommen in der Zerschneidung der Waldgebiete zu sehen! Damit wird klar, dass diesen Tieren in dem hier geplanten "Windpark-Wald" jegliche Existenz-Grundlage entzogen wird. Ein "Vergrämen" d.h. Vertreiben der Tiere in benachbarte Waldgebiete ist nicht möglich, da das Waldgebiet auch so schon von sich ausdehnenden Siedlungen, ständig größer werdenden Gewerbegebieten und stark befahrenen Straßen wie der B54 begrenzt wird.

Hinzu kommen die über einem Wald völlig unnatürlichen Dauer-Blinklichter bei Nacht sowie das Summen der Rotoren, welches das Konzert der Singvögel übertönen und die Kommunikation vieler weiterer Tier-Arten empfindlich stören wird. Tiere, die am oder im Boden leben (Fuchs, Dachs, Wald- und Rötel-Mäuse etc.) werden durch Bau und Betrieb der Anlagen (u. a. durch Bodenvibration) gleichsam ihre angestammte Heimat für immer verlieren.

Für Vögel und Fledermäuse sind natürlich auch die sich mit bis zu 300 km an den Spitzen drehenden Rotoren gefährlich. Sie werden dort nicht selten regelrecht zerhackt. Im Februar 2017 ist es Mitgliedern der "IG Gegenwind Hauser Wald" gelungen, per Film nachzuweisen, dass viele hundert Kraniche genau in der Höhe und am Ort der zu errichtenden Windräder ziehen. Dass die WEA entgegen der Beteuerungen der Betreiber eben nicht zuverlässig zur Zugvogelzeit abgestellt werden, zeigt das nachfolgende Beispiel aus dem Vogelsberg:

 

Von eine Windkraftanlage im Vogelsberg getöteter Kranich

(Quelle: http://www.gegenwind-vogelsberg.de/kranich-stirbt-durch-rotorblatt-einer-wka-in-helpershain/)

 

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>>> Exkurs: Roter Milan <<<

schon wieder ist es passiert:

> Traurig, schockierend, sinnlos ...<

         

Ein von einer WKA zerfetzter Roter Milan bei Zehnhausen (VG Rennerod) im Westerwald.

(Aufgenommen am 26.03.2018; von Peter Peters (Vielen Dank, dass die Fotos hier gezeigt werden dürfen!))

Solche Nachweise sind selten, da die Schlagopfer i.d.R. rasch von Beutegreifern (Fuchs, Dachs etc.) weggeschleppt werden.

 

>>> Dazu passt folgender Artikel aus der Welt von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt:

>>> http://hd.welt.de/Sonderseiten-edition/article166911571/Bis-kein-Storch-mehr-fliegt.html

der das Problem ziemlich genau auf den Punkt bringt.

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>>> Dennoch darf man auch diese nicht zu widerlegenden Argumente des BUND nicht einfach ignorieren - nur weil es momentan nicht "in den Kram passt":

"Windräder töten Vögel und Fledermäuse. Das ist so, das wird in der Öffentlichkeit und den Medien heftig diskutiert und in einer Zeit, in der manche Vogelarten bedroht sind, ist jeder getötete Vogel (insbesondere die bedrohten Arten!) einer zu viel.

Dennoch ist es erstaunlich, dass die über 18 Millionen Vögel, die jährlich in Deutschland an Glas und Glasscheiben sterben, kein öffentliches Thema sind. Auch zu den wesentlich massiveren Schäden durch Vogelschlag im Straßenverkehr und entlang von Bahn- und Hochspannungstrassen, zur Bedrohung der Vogelwelt durch Agrargifte und Naturzerstörung gibt es keine Debatte.

Warum wird die kleinere Bedrohung wahrgenommen und die andere nicht einmal diskutiert? Wer redet von einem Vogelsterben durch Windräder? Wer hat ein Interesse, dass die zentralen Ursachen des Artenschwundes, nämlich Klimawandel und Verlust von Naturlandschaften nicht zum Thema werden?

Das Thema Windenergie, Windräder, Vögel, Fledermäuse & Vogelschlag ist komplex, schwierig und es gibt keine einfachen Antworten. Dennoch sollte sich auch diese Debatte an Fakten orientieren."

Siehe dazu weiter unter:
>>> http://www.bund-rvso.de/windenergie-windraeder-voegel-fledermaeuse.html

 

und zu Herrn Prof. Vahrenholt ist hier aber noch anderes zu erfahren:
 

>>> https://klima-luegendetektor.de/tag/fritz-vahrenholt/
>>> http://www.bund-rvso.de/maxeiner-miersch-akw-gen-lobby.html

>>> Fazit: Eigenständiges Denken ist demnach auch hier gefragt ...

 

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Wer nun glaubt, dass diese und viele andere im Internet zu findende Bilder absichtlich überzogen und übertrieben martialisch sind, um die Windkraft an sich in Misskredit zu bringen, der kann seine Beratungsresistenz z.B. hier >>> http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.312579.de gezielt an offizieller Stelle abbauen. Die dort, in der sog. "Zentralen Fundkartei der Staatlichen Vogelschutzwarte im Landesamt für Umwelt Brandenburg" geführte Statistik, die nur (!) auf den tatsächlich gemeldeten Funden beruht, zeigt z.B. (Stand Feb. 2017), dass an WEA in Deutschland bislang 3.218 Fledermäuse sowie 3.307 Vögel getötet wurden. Auf dieser Seite können auch detaillierte Excel-Tabellen mit den Opfer-Zahlen für einzelne Arten (z.B. Roter Milan: 337, Weißstorch: 58 oder Schwarzstorch: 2) eingesehen bzw. herunter geladen werden. Die Dunkelziffer dürfte dabei um ein Vielfaches (!) höher liegen (s. entsprechende Filme und Bilder im Internet sowie unter "links" unten)!

Neben den genannten Schwarzstörchen fliegen über und im Hauser Wald viele weitere geschützte Arten z.B. der Uhu und der Rote Milan! Für Letzteren gibt es neben Fotos direkt über dem zukünftigen Windkraftanlagen (!) auch einen interessanten filmischen Beleg von P. Guckelsberger aus dem Frühsommer 2016 (>>> https://www.youtube.com/watch?v=naDL6Ry4VuY).

Im Juli 2016 ist daneben auch ein fotographischer Nachweis für den Schwarzmilan unmittelbar über dem betroffenen Waldgebiet gelungen. Auch wenn diese beeindruckende Vogelart in Mitteleuropa derzeit als nicht gefährdet gilt, ist sie für die Region Dornburg-Rennerod-Waldbrunn doch als Seltenheit zu werten.

 

Ein Schwarzmilan (Milvus migrans) über Waldbrunn-Hausen (Foto: T. Wüst, 22.07.2016)

 

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>>> Exkurs: "Wald-Lehr-Pfad und "Eisvogelweg" <<<

 

Ein Vorkommen seltener Tierarten wie Schwarzstorch oder Uhu sollte eine Gemeinde in der heutigen Zeit doch eigentlich mit Stolz erfüllen und wäre eigentlich ein Grund, dieses Waldgebiet mit allen Mitteln zu schützen und sogar weitgehend für den Kfz-Verkehr zu sperren!

Wie grotesk wirkt angesichts der Windkraftpläne doch ein aus naturpädagogischen Überlegungen angelegter Wald-Lehr-Pfad, unmittelbar unter den geplanten Windkraftanlagen Nr. 3, 4, 8 u. 10!? Hier findet man u. a. eine Schautafel mit Informationen zum hier vorkommenden Schwarzstorch. Auf ihr ist u.v.a. zu lesen, dass diese Tiere neben Ruhe (!) ein außergewöhnlich großes, manchmal bis 1.000 ha großes Brutrevier brauchen, um Ihre Jungen aufzuziehen! Wie passt das zu einem angeblich ausreichenden Mindest-Abstand von 1.000 m zu einem Horst dieser Art?! Wenn man weiß, dass diese Tiere zur Nahrungsaufnahme folglich sowohl in das Elbtal im Westen als auch in das des Lasterbaches im Osten fliegen müssen, wirkt die Aussage: dass sie nicht über diesen Teil des Waldes fliegen (wo sie von den Rotoren getötet werden können) wie ein Stück aus dem Tollhaus! Im Juli 2016 wurden von mehreren Hauser Bürgern Schwarzstörche im Flug zwischen dem betreffenden Waldgebiet und dem Lasterbach-Tal beobachtet. Eine Kollision mit den Rotoren wäre demnach nur eine Frage der Zeit!

 

Schwarzstorch-Informations-Tafel am Wald-Lehr-Pfad Langendernbach direkt neben WKA Nr. 10 (Erläuterung im Text)

 

Gleichermaßen grotesk wirkt dann auch der zwischen Waldbrunn-Hausen (Birkenmühle) über Neunkirchen bis Westernohe verlaufende und unter natur-touristischen Gesichtspunkten angelegte "Eisvogelweg". Auf Schautafeln entlang des Weges wird u.a. auf weitere seltene Greifvogelarten wie den Schwarzmilan aufmerksam gemacht, der selbstverständlich gleichfalls ein Opfer der Rotoren werden könnte. Diese mit viel Aufwand errichtete landschaftliche Attraktion wird durch den Bau der Windkraftanlagen völlig ihren Reiz verlieren.

 

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s. auch:

>>> Grün gegen Grün - Wenn für Windräder Wald geopfert wird - https://www.zdf.de/politik/frontal-21/gruen-gegen-gruen-100.html

>>> Westerburg (Juni 2017)  -   Windrad als Todesfalle für den Rotmilan

>>> Uckermark (Juni 2017) -  Unbekannte zerstören Seeadlerhorste nahe künftiger Windparks   

>>> Spektrum der Wissenschaft (Jan. 2016)  -   Windkraft im Wald - mehr Schaden als Nutzen!

>>> Rotmilan und Windkraft:  - Ein Film von Tierfilmer Andreas Kieling

>>> ! Fledermäuse - Tödliche Verwechslung! (wicht. Hinw. v. Chr. Hrbek)   >>> Frankfurter Rundschau 17.07.2017

>>> Windkraft im Wald zerstört Leben - Frankfurter Rundschau, 11.11.2014

>>> Schwarzstorch - Bestand und Bedrohung

>>> http://www.bund-hessen.de/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/natur_erleben/h/haselmaus/

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2.1.5. Betreten auf eigene Gefahr!

Selbst die BürgerInnen, denen die Natur in unserem Wald weitgehend egal ist, werden sich wundern, wenn an Ihrer beliebten Jogging- bzw. Walking-Strecke (d.h. an den dann ohnehin nicht mehr wieder zu erkennenden, zu kahlen, breiten Fahrstraßen mutierten Waldwegen) demnächst Schilder mit der Aufschrift "Betreten auf eigene Gefahr" stehen werden, die auf den im Winter im Bereich von Windrädern regelmäßig vorkommenden Eisbruch hinweisen. Die von den Rotoren bei bestimmten Wetterlagen umher geschleuderten Eisbrocken können nämlich in der Tat für Mensch und Tier lebensgefährlich sein.

 

2.1.6. Denkmäler, Boden-Funde und schützenswerte Landschaft

Spuren aus der Vergangenheit sind im Hauser Wald überaus zahlreich - eine hinreichende Zusammenstellung steht bislang aus. Da eine diesbezügliche Anfrage seitens der IG Gegenwind an die zuständige Fachbehörde (Frau Dr. S. Schade-Lindig, hessenARCHÄOLOGIE, Schloss Biebrich / Ostflügel, 65203 Wiesbaden v. 19.09.2016) leider ohne jegliche Reaktion blieb, sei - um die vorliegende Seite nicht unnötig zu überfrachten - hier auf diesen Versuch einer Zusammenstellung vom Juni 2016 verwiesen:

>>> Der 'Hauser Wald' - Archäologie, Geologie, Natur

 

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s. ggf. auch:

>>> https://joerg-rehmann.de/blog/2019/10/21/end-of-landschaft/

>>> http://www.mobileslandschaftsmuseum.de/spuren/basalt.htm

 

Windkraftanlagen im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen - IG Gegenwind Hauser Wald - Windkraft im Wald?

2.2. Physik

 

2.2.1. Fehlende Energie-Speicher...?

Waren "kurz nach Fukushima" sowie dem unmittelbar nachfolgenden überraschenden Beschluss zum Atomausstieg noch alle zutiefst verunsichert, wird der Sinn von großen Windkraftanlagen inzwischen selbst von Fachleuten - auch und zunehmend von Wirtschaftswissenschaftlern! - immer häufiger angezweifelt, da sie aus vielfachen Gründen in nur geringem Maß zur CO2-Reduktion beitragen können. Einer der Gründe ist, dass der Windstrom kaum zu speichern ist, so dass in Spitzenzeiten sehr viel Strom produziert wird, der dann ins Ausland verkauft wird, während die konventionellen Kraftwerke trotzdem weiterlaufen müssen (!), um keinen Engpass in windschwachen Zeiten zu riskieren. Obwohl es in der BRD inzwischen fast 30.000 WKA gibt, konnte bislang nicht ein einziges herkömmliches Kraftwerk abgeschaltet werden und noch schlimmer: Auch die CO2-Bilanz hat sich in den vergangenen 5 Jahren nicht einen Deut zum Besseren gewendet (s. Grafik unten)!

Die Frage, ob die durch uns Menschen ausgelösten Klima- und Umweltprobleme überhaupt durch den massiven Ausbau erneuerbarer Energie im eigenen Land gelöst werden können, lässt sich unter streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten keineswegs so eindeutig beantworten, wie es allenthalben kolportiert wird. Da damit jedoch ausgesprochen komplexe Thematiken verbunden sind, muss jedem(r) Leser(in) empfohlen werden, hier eigene umfassende Recherchen anzustellen. Bei wirklich kritischer Betrachtung wird man feststellen müssen, dass die Probleme selbst bei massivstem Ausbau allenfalls gemildert werden können ...; ohne grundlegenden Wandel des Wirtschaftens inkl. deutlich sparsamerem Ressourcenverbrauch (s. 4. "Gretchenfrage") wird sich wahrscheinlich gar nichts zum Besseren wenden ...

 

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Dazu hier ein besonders fundierter, lesenswerter und verständlicher Beitrag vom Physikalischen Institut der Universität Heidelberg (DUBBERS et al. 2019):

 

>>> „Energiewende- Fakten, Missverständnisse, Lösungen – ein Kommentar aus der Physik“

 

Darin finden sich diese beiden, sehr anschaulichen und aussagekräftigen Grafiken:

 

 

... die das eigentliche Dilemma auf Anhieb deutlich werden lassen.

 

Zum Problem der fehlenden Speicher-Möglichkeiten sei daneben auch auf diesen bereits etwas älteren, jedoch ebenfalls besonders anschaulichen Beitrag verwiesen:

 

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>>> Exkurs: Prof. Dr. Dr. H.-W. Sinn am 18.12.2017 <<<

+++   unbedingt anhören!  +++

>>>  Wie viel Zappelstrom verträgt das Netz?

Bemerkungen zur deutschen Energie-Wende

+++   unbedingt anhören!  +++

 

> Des Weiteren sind zusätzliche eigene Internet-Recherchen zu diesem Themen-Komplex zu empfehlen!

 

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>>>  Fazit 1: Es ist eben nicht so einfach, wie mancher Politiker es gerne hätte! Wer diese nicht zu widerlegenden technisch-physikalischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fakten aus rein ideologischen Gründen einfach ignoriert, versündigt sich an Land, Mensch und Natur !

>>>  Fazit 2: Einen wirklich überzeugenden Weg, wie die "grüne Energie" sinnvoll und ausreichend gespeichert werden kann, liefern die uneingeschränkten Befürworter bislang überhaupt nicht!

 

 

2.2.2. Recycling

Ein weiteres bislang weitgehend missachtetes Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass Windkraftanlagen nicht recycelt werden können !  In den Flügeln sind zudem ökologisch bedenkliche Verbundstoffe in den Flügeln verbaut. So titelt z.B. die Basler Zeitung schon am 05.04.2018: "Abbruchstimmung in Deutschland - Vielen Windparks droht das Aus. Der Rückbau könnte zu unerwarteten Problemen führen."

Stellen Sie auch hier eigene Internet-Recherchen an!

Beispiele:

(>>>  https://bazonline.ch/ausland/europa/abbruchstimmung-in-deutschland/story/18862585)

s. z.B. auch:

>>> http://www.capital.de/dasmagazin/unternehmen-windraeder-abfallentsorgung-remondis-recycling-8401.html

oder:

Teure Hinterlassenschaften – Die Rückbaukosten von Windrädern

>>>  http://ruhrkultour.de/teure-hinterlassenschaften-die-rueckbaukosten-von-windraedern/


 

2.2.3. Infraschall - Wertverlust der Immobilien?

Dass sechs derart hohe Windräder in einer Entfernung von großenteils nur knapp über 1.000 Metern deutlich im Dorf zu hören sein werden, dürfte wohl außer Frage stehen.

Viel wichtiger als der hörbare Schall, ist jedoch die Frage nach den nicht hör- aber eindeutig mess- und spürbaren Infraschall-Emissionen.  Über deren Auswirkungen auf Mensch und Tier gibt es derzeit sehr widersprüchliche wissenschaftliche Untersuchungen bzw. Aussagen (s. zahlreiche Beiträge im Internet unter diesem Suchbegriff sowie weiter unten unter: "Links und weitergeh. Informationen"). Hier mag sich jeder sein eigenes Bild machen.

Sehr nachdenklich stimmt jedoch, dass es inzwischen sogar eine Kennziffer der Krankenkassen für die Anerkennung der Gesundheitsschäden durch Infraschall verursacht von Windkraftanlagen gibt: ICD-10-GM2010-CODE T75.2. (Schwindel durch Infraschall als behandlungsbedürftige Krankheit)! Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information in Köln (DIMDI) hat die Vergabe des ICD-Codes (www.dimdi.de) vorgenommen (s. dazu auch unten unter: "Links und weitergehende Informationen").

 

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>>> Exkurs: Neue wissenschaftliche Studien zum Thema Infraschall <<<

> Klimaheilmittel und Krankmacher?! <

http://www.deutschlandfunkkultur.de/windkraft-in-der-kritik-klimaheilmittel-und-krankmacher.976.de.html?dram:article_id=416029

 

und auch das darf ein vernunftbegabter Homo sapiens nicht ignorieren:

> ! Neue Studie der Universität Mainz ! <

Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie (HTG) der Universitätsmedizin Mainz:


>  ! Windräder produzieren Infraschall, den man nicht hört, der aber enorme körperliche Folgen haben kann ! <

SWR Fernsehen RP

aus der Sendung vom Mi, 25.04.2018 17:00 Uhr :

>>> https://swrmediathek.de/player.htm?show=c601c330-48a8-11e8-ba49-005056a10824

s. auch:

>>> http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/stoersender-fuers-herz-muskel-verliert-an-kraft-forscher-der-mainzer-herzchirurgie-untersuchen-folgen-des-infraschalls-durch-windkraftanlagen_18566513.htm

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>>> Diese Ergebnisse stimmen schon bedenklich, dennoch darf man auch diese guten Gegen-Argumente des BUND nicht einfach ignorieren:

"Gerade in Deutschland nimmt der Lärm zu: "Straßenverkehrslärm, Motorradlärm, Schienenverkehrslärm, Fluglärm, Gewerbelärm und Industrielärm, Baustellenlärm, Nachbarschaftslärm, Freizeitlärm & Sportlärm". Während immer mehr Menschen unter Lärm leiden wird bundesweit ein kleiner Randaspekt des Lärms von interessierten Kreisen, Klimawandelleugnern und Kohle- und Atomkraft-Lobbyisten zum Schwerpunkt der veröffentlichten Debatte gemacht."

Siehe dazu weiter unter:
 

>>> http://www.bund-rvso.de/infraschall.html

 

>>> Fazit: Am Ende ist es natürlich die Addition aus den vielen Lärmquellen, die krank macht. Es sollten folglich keine neuen dazu kommen - und schon gar nicht in einen der Erholung dienenden Wald gestellt werden!
 

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Offenbar kann derzeit niemand mit absoluter Sicherheit ausschließen, dass Infraschall bei Dauerbelastung doch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Mensch und Tier führt! Sollte dies am Ende der Fall sein, wäre eine von vielen Folgen z.B. eine dramatische Entwertung der Immobilien vieler BürgerInnen nicht nur von Waldbrunn-Hausen, sondern auch von Langendernbach, Neunkirchen und Irmtraut (VG Rennerod)!!

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Auch in dieser Frage sind weitere Internet-Recherchen zu empfehlen!

s. ggf. auch:

>>> https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-infraschall---unerhoerter-laerm-100.html

>>> !! Der wahre Preis der Elektro-Autos - https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-der-wahre-preis-der-elektroautos-100.html

>>> Wofür wir am Ende den Wald opfern ... - https://www.youtube.com/watch?v=KKocAFFTvuE

>>> ! Krankenkassen und Infraschall:  http://www.ulrich-richter.de/fakten/gesundheit/infraschall/

 

Windkraft im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen / Westerwald

2.3. Kosten - Nutzen - Alternativen

 

Fakt ist, dass nicht nur namhafte Physiker sondern auch Wirtschaftswissenschaftler der Windkraft zunehmend mit Skepsis begegnen – und das sind beileibe nicht alles notorische Querulanten mit Halbwissen aus dem Internet. Als eben solche versuchen die Windkraft-Lobbyisten jedoch sämtliche Skeptiker immer wieder gerne öffentlich bloß zu stellen - das durfte auch die IG Gegenwind Hauser Wald u.a. im Rahmen mehrerer Informations-Veranstaltungen hinlänglich erfahren ... Wer sich jedoch wirklich einmal ernsthaft und intensiv mit diesem Thema befasst, der kann durchaus zu dem Schluss kommen, dass der derzeitige Windkraftausbau sogar ein kompletter Irrweg ist ...

Gäbe es denn überhaupt sinnvolle Alternativen? Definitiv ja. Neben der solarthermischen Erzeugung von Wasserstoff in Wüsten- und Halbwüstenregionen (diesem interessanten Thema kann hier leider keine vertiefende Aufmerksamkeit geschenkt werden  ...) vor allem durch konsequentes Energie-Sparen (s. dazu die "Gretchen-Frage" am Ende dieser Seite) und nicht zuletzt natürlich auch (!) durch die Errichtung von vielen kleineren Windkraft-Anlagen (!) an geeigneten Standorten und diese gehören dann in Bürgerhand! Das bietet den entscheidenden Vorteil, dass der meiste Strom dann gleich vor Ort verbraucht werden kann.

Große Windkraftanlagen sollten dagegen in jedem Fall nur in Bereichen errichtet werden, die ohnehin schon von industriellen bzw. infrastrukturellen Eingriffen beeinflusst sind: z.B. entlang von Straßen, Autobahnen und Bahnlinien. In großen geschlossenen naturnahen Waldgebieten haben sie definitiv nichts zu suchen! Diese werden durch ihren Bau und Betrieb so nachhaltig und drastisch verändert, dass das eigentliche Ziel: einen Beitrag zu Umwelt, Klima- und Naturschutz zu leisten, völlig konterkariert wird.

Hinzu kommt,  dass die durchschnittliche Volllastquote deutscher Windkraftanlagen aufgrund der Windverhältnisse unter 20% liegt! Das heißt, dass sie weniger als ein Fünftel ihrer möglichen Leistung erbringen! Ohne ausreichende Speicher-Möglichkeiten - und die sind nirgendwo in Sicht (!) - sind Windkraftanlagen deshalb keine Option für eine Versorgungssicherheit mit Strom (s. z.B. unten: Vernunftkraft-Beitrag: "Warum Großwindkraftanlagen der Energiewende schaden!"). Diese geringen Auslastungsquoten, die sich auch nicht steigern lassen, spiegeln wider, dass der Zubau neuer Großwindkraftanlagen keinen (!) weiteren Nutzen für eine ökologische Energiewende bringt!

Sollten das die Betreiber von Windkraftanlagen nicht eigentlich auch wissen? Kann es sein, dass es hier in erster Linie gar nicht um Klimaschutz für uns alle sondern um die Profitinteressen einiger weniger geht … der Wald den Windkraftanlagen nur deshalb weichen muss, weil hier aufgrund der Meereshöhe höhere Renditen zu erwarten sind? Die traurige Wahrheit ist, dass wir alle über die sog. EEG-Umlage derzeit nicht für eine echte und ehrliche Energiewende sorgen, sondern überwiegend den Profit von einigen wenigen finanzieren, denen Natur und Umwelt mehrheitlich völlig egal sind und von denen nicht wenige ohne mit der Wimper zu zucken gleichermaßen in Kernenergie investieren würden (s. dazu auch "Kleine Beispielrechnung" unten !). Am Ende finanzieren wir damit dann sogar selbst die Zerstörung unserer letzten intakten Wälder (s.u. Vernunftkraft-Beitrag: "Wofür wir am Ende unseren Wald opfern!")!

Auf Ihrer Internet-Präsenz brüstet sich auch die hier investierende Fa. ENERTRAG mit der besonderen Umweltfreundlichkeit ihrer Energiegewinnung. Was diese Firma tatsächlich von Naturschutz bzw. von einem behutsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen hält, war bereits im Mai 2016 zu erfahren, als mitten in der Brut- und Setzzeit an einigen der geplanten WKA-Standorten illegale, d.h. nicht von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigte Bohrungen zur Baugrunderkundung mit schwerem Gerät durchgeführt wurden ... und nach Protesten dann in den Herbst verlegt werden mussten. Und auch in 2017 ging es nahtlos weiter mit den Umweltsünden (durch von ENERTRAG beauftragten Sub-Unternehmen). Über den Öl-Unfall wurde ja bereits weiter oben berichtet. An gleicher Stelle wurde jedoch auch ein Graben (incl. Quellschüttung) unerlaubterweise mit mehreren Tonnen Splitt verfüllt. Die Behörden wurden seitens der IG Gegenwind auf diese Vorgehensweise hingewiesen und haben umgehend auf die Entfernung des Splittes hingewirkt. Zudem wurde am geplanten Standort der WEA 8 div. Plastikmüll einfach im Wald liegen gelassen ... . Jeder aufmerksame Leser dieser Zeilen darf sich nun fragen, welches Schlachtfeld erst die geplanten Bauarbeiten in diesem empfindlichen Ökosystem hinterlassen würden! Das Thema Umweltschutz und ein behutsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie die Beachtung der geltenden Gesetze scheinen bei diesen Projektierern jedenfalls nur auf dem Papier zu existieren.

 

Nicht genehmigte, illegale Baugrund-Bohrung an einem der WKA-Standorte (Foto: Th. Blum, 03.05.2016)

 

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s. u. v. a. auch:

>>> !! September 2018: Bundesrechnungshof wirft Regierung Versagen bei Energiewende vor -

https://www.welt.de/wirtschaft/article181690102/Bundesrechnungshof-wirft-Regierung-Versagen-bei-Energiewende-vor.html

>>> Warum Großwindanlagen der Energiewende schaden! - https://www.youtube.com/watch?v=DijXCuUk5KI

>>> Woran die Windkraft scheitern wird!  >>>  https://www.youtube.com/watch?v=VPTVbrxWftY

>>> Das Problem lässt sich nur global lösen - Professor Dr. Hans-Werner Sinn - Symposium der Vernunft

>>> Wir alle zahlen für den Profit von wenigen  >>> Windiges Geld - Reportage des NDR

>>> Sturm auf die Windräder - http://www.welt.de/print/wams/article157250713/Sturm-auf-die-Windraeder.html
(Ein unbedingt lesenswerter Artikel (aus der Welt am Sonntag, v. 24.07.16), der zeigt, dass es hier längst nicht mehr nur um Windkraft und Energiewende sondern inzwischen auch um die Verteidigung von demokratischen Errungenschaften geht!)

>>> Ein interessantes Beispiel für kleine Windkraftanlagen als Alternative:  http://sheerwind.com/

>>> Schon 2015 jammerte die ENERTRAG über "grenzwertige (En)Erträge" in der Wirtschaftswoche:
 http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/energiewende-der-letzte-windstoss/12341416.html

 

Windkraft im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen / Westerwald

3. Der Kampf um den

'Hauser Wald' -

Stationen eines lokalen Widerstandes im Rückblick

 

 

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September 2019 

 

Nach einer Bürgerversammlung in Waldbrunn-Lahr erschien in der Lokalzeitung folgender Artikel, für den man sich jeden weiteren Kommentar ersparen kann:

 

NNP, 12. September 2019

Keine Diskussion:
Bürger sauer
Lahr   Telefonische Umfrage zum Windpark

Bevor eine Entscheidung für oder gegen den Windpark bei Lahr gefällt wird, sollen die Bürger des Waldbrunner Ortsteil hierzu telefonisch befragt werden. Darüber wollte die Verwaltung informieren. Diskutieren wollte sie nicht, weshalb die Versammlung in der Mehrzweckhalle zu einer verbalen Keilerei ausuferte.


VON ANKEN BOHNHORST

Über Windkraft werde an diesem Abend nicht diskutiert, sagt Dr. Wolfgang Hofmann (CDU), Vorsitzender der Waldbrunner Gemeindevertretung und Gastgeber der Versammlung, gleich zu Beginn der Versammlung, zu der etwa 200 Bürger gekommen sind. „Das Grundthema ist hier tabu.“ Informiert werde lediglich darüber, dass in einer telefonischen Befragung 400 Bürger der Gemeinde ihre Meinung zum möglichen Windpark Waldbrunn-Mengerskirchen äußern dürfen. Andere grundlegende Aspekte, Fragen und Bedenken der Bürger werde er nicht zulassen, betont er – und bringt damit nur wenige Augenblicke nach seinen Begrüßungsworten die Mehrheit der Zuhörer gegen sich auf. Sie seien gekommen, um Informationen zu erhalten, rufen einige Bürger. Sie wollen wissen: Welche Pläne gibt es für das gemeinsame Projekt mit Mengerskirchen? Mit welchen Auswirkungen auf Mensch und Natur ist zu rechnen? Wie soll man sich eine Meinung bilden, ohne zuvor Details erfahren zu haben?

Keine Diskussion, wiederholt Hofmann, und spätestens jetzt wird deutlich: Dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung, dem gewählten Beschlussorgan der Gemeinde, wird bei seiner Versammlungsleitung kein Zugeständnis abzubringen sein. Fragesteller kanzelt Hofmann ab. Einen Mann fragt er gar, ob der überhaupt in Waldbrunn wohne und stellt dessen Rederecht in Frage. „Wir informieren über die Befragung. Das ist unser Service.“ Mehr nicht. Allenfalls eine kurze Einführung in eine mögliche Windpark-Option, präsentiert von Bürgermeister Peter Blum (parteilos). Der spricht von einem rechtskräftigen Teilregionalplan Energie und davon, dass Mengerskirchen in seinen Planungen schon weiter und aktiver sei. „Wir sind da reingestolpert“, räumt Blum ein. Vorstellbar seien Windpark-Modelle mit vier bis sechs Anlagen in einer Entfernung von rund 1000 Meter vom Ortsausgang Lahr. Details über die Anlagen kenne er derzeit selbst nicht. Die sollen in einer später zu erstellenden Konzeptstudie stehen. Die wiederum wird mit 350.000 bis 500.000 Euro wesentlich teurer sei als eine telefonische Befragung, für die die Gemeinde 8000 bis 10.000 Euro auf den Tisch lege müsse, sagt Thomas Scholz (CDU), Bürgermeister von Mengerskirchen und wegen der am Knoten bereits etablierten Windkraftanlage erfahren mit Telefonumfragen. Scholz soll berichten und bietet einen mehrminütigen Werbeblock für die Windkraft. Dass es ihm um Objektivität geht, ist nach diesem Auftritt schwer vorstellbar.

Wer erstellt die Fragen?

Den Waldbrunner Bürgern jedenfalls reicht das nicht. Wer stellt die Fragen? Warum werden nicht nur Lahrer befragt, die ausschließlich betroffen sind, will Ortsvorsteher Ralph Blattmann (CDU) wissen? Und vor allem, um welche Fragen geht es? Das treibt die Bürger ebenso um wie die Kostenfrage. Auch dazu will Parlamentchef Hofmann keine Fragen zulassen. Nur dass ein Windpark dem Marktflecken Mengerskirchen jährlich 500.000 Euro in den Haushalt spüle und ob das nicht eine „Hausnummer“ sei. Auch zu dieser suggestiven Äußerung darf es keinen Einwand geben. Nur das der Gemeindevorstand die Telefonumfrage beschlossen habe, das steht fest.

Diese schmallippige Informationsstrategie sorgt zunehmend für Ärger, zumal etwa Manfred Lischeck, Bürger aus Waldbrunn und für die Bürgerliste in der Gemeindevertretung ,erklärt, dass die Fraktionen in der Gemeindevertretung durchaus beantragen könnten, die vom Gemeindevorstand beschlossene Telefonumfrage abzublasen. Das müsste freilich in dem Gremium beantragt werden. Ginge es nach den Bürgern in der Lahrer Mehrzweckhalle stünde diesem Antrag nichts im Weg. Die wollen keine telefonische Befragung, so lange deren Abwicklung nicht bekannt ist. Außerdem müssten endlich Fakten zum geplanten Windpark auf den Tisch, fordern die Fragesteller immer wieder. Die sollen sich die Bürger anlesen, empfiehlt Blum, der sichtlich bemüht ist, eine weitere Eskalation zu verhindern. Der Fragenkatalog werde vor der Befragung veröffentlicht, lautet sein Kompromissvorschlag. Wolfgang Hofmann schweigt.

 

Kommentar

Wer fragt, fliegt raus

Diese Veranstaltung konnte nur schief gehen: Parlamentchef Dr. Wolfgang Hofmann lud die Bürger seiner Gemeinde ein und verbot ihnen sogleich das Wort. Mehr noch. Er fertigte die Fragesteller wie dumme Kinder ab. Das war peinlich und unhöflich, weil man – bis zu dieser Veranstaltung jedenfalls – dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung einen Grundstock an Souveränität ebenso zutraute wie ein ausgeprägtes Demokratieverständnis. Die Waldbrunner waren gekommen, um sich über die Zukunft ihres Lebensumfelds zu informieren. Sie haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, was in der Nähe ihrer Wohnhäuser geplant ist. Dieses Recht hat Hofmann den Bürgern auf schäbige Art und Weise verweigert. Im Gegensatz zu Bürgermeister Peter Blum, der an diesem Abend zeigte, dass er ausgleichen und deeskalieren kann, dass er sich um seine Bürger bemüht. Seine mangelnde Detailkenntnis heilt diese Freundlichkeit freilich nicht. Angenehmer als Hofmanns Entgleisungen ist sie aber allemal.

(Von Anken Bohnhorst)
 

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Juli-August 2019 

+++  Gegenwind aktuell   +++   Gegenwind aktuell   +++

Aktueller Einschub zur lokalen Entwicklung um den 'Hauser Wald'

(1)

Am 12.06.2019 wurden im Rahmen der gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanz-ausschusses und des Bauausschusses der Gemeinde Waldbrunn durch einen Vertreter der Fa. Enertrag verschiedene Folien präsentiert.

Aus einer der Folien ging am Rande hervor, dass eine lokale Bürgerenergiegesellschaft bereits gegründet worden sein muss. Diese handelsrechtliche Personengesellschaft firmiert demnach unter dem Namen „Bürgerwind Westerwald II UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG“.

Dadurch aufmerksam geworden, hat sich die IG Gegenwind Hauser Wald zu dieser gewerblichen Unternehmung den öffentlich zugänglichen Auszug aus dem Handelsregister verschafft, um u. a. zu prüfen, ob darin auch Entscheidungsträger aus dem kommunalpolitischen Bereich als Akteure aufgeführt sind. Mit Björn Fritz, seiner Ehefrau und Jens Schäfer, ebenfalls mit Ehefrau, erschienen dann in dem v. b. Auszug auch tatsächlich sogleich zwei Mandatsträger (einer inzw. aus dem Waldbrunner Gemeindevorstand ausgeschieden) als Kommanditisten (haftungsbeschränkte Gesellschafter der Kommanditgesellschaft), während man jedoch weitere Waldbrunner Bürger in dem gerichtlichen Dokument vergeblich suchte.

Dazu ist hier Bemerkenswertes - gerade auch zu ENERTRAG -  zu erfahren:

! Spiegel online - Firmen tarnen sich als Bürgergesellschaften !

>>> https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/windparks-firmen-tarnen-sich-als-buergergesellschaften-a-1152947.html <<<

 

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>>> Am Ende ein weiterer trauriger Beleg dafür, dass bestimmte Personen, die sich zuvor als "besorgte Klimaschützer" "Für Wind und gegen Panikmache" hervorgetan haben - besonders in einem (a)sozialen Netzwerk - in Wirklichkeit vor allem finanzielle Interessen verfolgen ...

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„Angeführt“ wird die Gesellschaft im Übrigen von Frau Jane Benavides, jene Dame, die als Planerin im Auftrag der Fa. ENERTRAG während einer von der IG Gegenwind organisierten Waldexkursion am 10. September 2016 vor großer Öffentlichkeit u. a. eröffnete, dass (1) im Bereich von Steilstellen (Zuwegung WKA 7) vorübergehend eine Teerdecke (im Wasserschutzgebiet !!) aufgebracht werden muss … (diese werde ja später wieder zurückgebaut und der Boden wieder in seinen "Original-Zustand" gebracht…???) ... , die (2) die Existenz von Quellgerinnen bezweifelte, da sie nicht auf Ihren Plänen verzeichnet waren, jedoch (fotographisch belegt!) mitten in einem solchen drin stand … , und die schließlich (3) lautstark versicherte: „Es gibt keine Wildkatze im Hauser Wald“ …

>>> Schon damals konnte eigentlich niemand mehr mit geraden Fußnägeln nach Hause marschieren ...  ;-)

(s. dazu auch weiter unten unter "3. Der Widerstand im Rückblick")

 

(2)

In der Folge einer Gemeindevertretersitzung am 25.06.2019 erschien schließlich folgender lesenswerter Artikel im HL-Journal:

>>> Hauser Wald soll Naturschutzgebiet werden - HL-Journal 28.06.2019

>> Zu den darin aufgegriffenen ebenso unwahren, wie lächerlichen aber eindeutig ehrverletzenden und beleidigenden öffentlichen Behauptungen der SPD-Fraktion Waldbrunn, das MOLAMU/BLP sei zusammen mit Vertretern der HGON und IG Gegenwind 'Hauser Wald' an "Sabotage-Akten" beteiligt, sind so peinlich, selbstentlarvend und zum "Fremdschämen", dass sie hier nicht weiter kommentiert werden.

 

 

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02. April 2019:

Waldexkursion / Vorort-Termin

mit VertreterInnen des RP Gießen

 

>>> zur Pressemitteilung

 

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März 2019:

Antrag auf Ausweisung als NSG !

 

Auf der Grundlage der im Jahr 2016 begonnenen umfangreichen wissenschaftlichen Erhebungen, an denen der Herausgeber dieser Seite gemeinsam mit KollegInnnen (u. a. von der HGON) arbeitet, haben die beiden Natur- und Umweltschutzverbände Naturschutzinitiative e.V. (NI) und Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) beim Regierungspräsidium Gießen einen Antrag auf Ausweisung des Hauser Waldes zwischen Waldbrunn-Hausen und Dornburg-Langendernbach (Westerwald) als Naturschutzgebiet (NSG) gestellt und gleichzeitig die sofortige Sicherstellung beantragt.

>>> zur Pressemitteilung

 

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29. März 2019

Lichtbilder-Vortrag bei der SPD Waldbrunn

 

Nach Vermittlung des ehemaligen Waldbrunner Bürgermeisters L. Blättel durften G. Reitz und Dr. H. Rittweger am 29.03.19 während einer Fraktions-Sitzung Ihre schwerwiegendenökologischen Bedenken erstmals einem Kreis lokaler Kommunalpolitiker der SPD Waldbrunn u. a. anhand von Lichtbildern aus dem 'Hauser Wald' vortragen. Dafür gebührt der SPD Waldbrunn ausdrücklicher Dank. Auch hier wurde zweifelsfrei dargelegt, dass von den Tiefbauarbeiten auch gesetzlich geschützte Biotope und hinsichtlich Grundwasserneubildung äußerst sensible Bereiche betroffen sein werden.

 

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23.11.2018

Info-Abend der IG Gegenwind Hauser Wald:

in der "Kulturscheune" Langendernbach

In seiner Begrüßungsrede konnte der Sprecher der IG Gegenwind Hauser Wald, St. Wingenbach, unter den mehr als 100 Gästen insbesondere Frau Marion Schardt-Sauer (MdL) von der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag sowie von den  Dornburger Gemeinde-Vertretung die Herren G. Ehl und R. Schmidt willkommen heißen. Obwohl auf direktem Weg eingeladen, blieben sämtliche weitere Gemeinde-Vertreter wie auch der Dornburger Bürgermeister der Veranstaltung fern.

 

Auszug aus einem Presse-Bericht in der NNP v. 27. Nov. 2018:

 

Sechs Windräder für den Hauser Wald

(v. K.-D. Häring )

 

Dornburg-Langendernbach. Eingeladen hatte die „IG Gegenwind Hauser Wald“ in die Kulturscheune Langendernbach. Die Organisatoren, um Moderator Stefan Wingenbach, hatten für diesen Abend mit Dr. Holger Rittweger und Roger Simak gleich zwei hochrangige Experten zum Thema Wald und Windkraft eingeladen. Und das Interesse zu diesem Informationsabend war groß, ging es doch um die Zukunft des Hauser Waldes, in dem gleich sechs Windkrafträder aufgestellt werden sollen. Davon sollen je zwei Windkrafträder auf Waldbrunner und Dornburger Gebiet errichtet werden und zwei auf dem Gebiet von Hessen Forst.
An den Beginn des Informationsabends wurden die Ausführungen der zwei Experten gestellt. Dabei beklagte zunächst Dr. Holger Rittweger, vom Büro für Landschafts- und Paläoökologie Waldbrunn, den rücksichtslosen Umgang in diesem Gebiet des Hauses Waldes. Dabei ging er gegen die Einschätzung der Experten vor, die für das Gebiet im Hauser Wald seiner Meinung nach nur unzureichende Berichte geliefert hätten. So seien etwa die Quellbiotope im Hauser Wald nicht erkannt worden. Sollte es zu dem Bau der sechs Windkrafträder kommen, sieht er Gefahren für die Langendernbacher Trinkwassergewinnung. Auch sei der Hauser Wald im Bereich der Tier-Artenvielfalt ein Kleinod. Hier kommen nicht nur Uhu, Schwarzstorch und 15 verschiedene Fledermausarten vor, sondern viele weitere Arten, die auf der Roten Liste stehen. Darunter die Quell-Erbsenmuschel und der Höhlen-Flohkrebs. „Alles Tierarten, die nur in sauberstem Quellwasser vorkommen“ so Dr. Holger Rittweger, der davon ausgeht, dass einige der Biotope durch die Baumaßnahmen zerstört werden.
Einen Erfahrungsbericht zur Windkraft lieferte Roger Simak vom Regionalverband Taunus – Windkraft mit Vernunft. Danach seien die Angaben über Lärmwerte und Größe der Windkraftanlagen unzutreffend. Die Anlagen seien nicht 200 Meter hoch sondern "240 Meter und dementsprechend lauter“. Zudem sollten auch wissenschaftliche Gutachten veröffentlicht werden. Auch müssten die Verträge mit Windkraftfirmen, die mit den Gemeinden Dornburg und Waldbrunn geschlossen wurden, genau untersucht werden. „Wir werden prüfen wie die Verträge zustande gekommen sind und ob zu alten Verträgen Zusatzleistungen genehmigt wurden“.
Die Betroffenheit der Zuhörer war groß etwa als der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Dornburg Gilbert Ehl berichtete „wie man als Gemeindevertreter gelinkt wird“. Der Bürgermeister hätte die Macht Informationen weiter zu geben. So sei die Information von einer Windkraftanlagenhöhe von 100 Meter weitergegeben worden - davor hätte gestanden „höher als“.

Unerträgliche Beschallung

Zum Thema Lärm meldete sich eine betroffene Bürgerin aus Wilsenroth, die schon jetzt unter dem Lärm von Windkraftanlagen leidet. „Schon jetzt ist die Beschallung unerträglich. Wenn dann auch noch sechs in den Hauser Wald kommen, können wir wegziehen“. Hier gab Roger Simak den Teilnehmern den Tipp sich ein Messgerät anzuschaffen „und die 100 Euro sinnvoll zu investieren“. Denn nicht alle von Experten prognostizierten Werte sind seiner Meinung nach richtig. Hat man nun eigene Werte, die dazu über 35 Dezibel gehen, kann man die Abstellung der Windkraftanlagen fordern. Auch die Trennung der Gemeinde Dornburg von Hessen Forst wurde zum Thema gemacht. Hier wurde aus dem Publikum heraus gemutmaßt, dass ein erfahrener Förster, der dazu noch Daten über den Schwarzstorch sammelt und auflistet, entfernt werden soll. „Es ist unbegreiflich sich von einem Menschen zu trennen, der hervorragende Arbeit macht“ so einer der Teilnehmer. Roger Simak betonte, dass er sich sämtliche Unterlagen besorgen würde. Gegen Unstimmigkeiten würde man sofort vorgehen. Denn die Zeit dränge da derzeit die Preise für Strom aus Windkraft in die Höhe gehen. „Die geben jetzt Gas“ so Roger Simak.

 

Da er anhand einer Bildunterschrift  im o.g. Pressebericht  falsch zitiert wurde, schrieb Th. Blum anschließend den folgenden

 Leserbrief (der ebenfall in der NNP (04.12. 2018) erschien):

 

Schon in der Überschrift dieses Artikels fehlt ein wesentliches Wort, das den eigentlichen Sinn der Informationsveranstaltung der IG Gegenwind Hauser Wald, widerspiegeln würde, nämlich "gegen". Windindustrieanlagen sind nicht "für" einen Wald, sondern sie zerstören im Gegenteil gnadenlos (meist nur aus monetären Gründen heraus) unsere Wälder.
Ich werde (mit Lichtbild) von Herrn Häring zitiert, Energie aus Windkraft sei ein Schritt in die richtige Richtung. Diese selektive Aussage ist total aus dem Zusammenhang herausgerissen und suggeriert beim Leser die Meinung, ich sei generell für Windkraft - auch im Hauser Wald (und nur darum ging es an diesem Abend). In Wirklichkeit habe ich Herrn Häring zu verstehen gegeben, dass diese sogenannte Energiewende alles andere als in die richtige Richtung geht. Industrieanlagen gehören in keinen Wald (!) und nach dem jetzigen Erkenntnisstand schon gar nicht in den Hauser Wald. Allein durch die Ausführungen von Dr. Rittweger müsste dies eigentlich dem letzten Zweifler klar geworden sein. Neben diesen vielen einzigartigen Quellen, die Herr Rittweger nachweisen konnte, ist es vor allem die besondere Avifauna, die einen Bau solcher Anlagen von sich aus verbietet. Wegen dieser besonderen Biodiversität und der zahlreichen Quellen, wird die HGON zusammen mit der Naturschutzinitiative einen Antrag zur Ausweisung von Teilen des Hauser Waldes als Naturschutzgebiet stellen. Diese wichtige Aussage hätte Herr Häring eigentlich in seinen Artikel einbauen müssen (oder es ist ihm vielleicht auch wegen zwischenzeitlicher Abstinenz entgangen).
Thomas Blum, Waldbrunn-Hausen

 

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14. November 2018

""Scoping-Termin" Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren Windpark Westerwald II"

im DGH Waldbrunn-Fussingen

Im Rahmen eines sog. "Scoping-Termins" (zur Definition des Untersuchungsumfangs) im Vorfeld der inzwischen feststehenden UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) tragen die Mitglieder der HGON Limburg-Weilburg (Th. Blum, C. Hrbek, D. Stahl, Dr. H. Rittweger) auf Einladung des RP Gießen anhand einer ornithologischen Stellungnahme sowie eines Lichtbilder-Vortrages (u.a. über bislang nicht beachtete Quellbiotope) ihre schwerwiegenden Bedenken in Sachen Naturschutz vor. Dabei wird erstmals öffentlich angekündigt, dass die HGON aufgrund des überaus wertvollen Biotop-Verbundes incl. Schwarzstorch-Habitaten beantragen wird, den 'Hauser Wald' in weiten Teilen unter Naturschutz zu stellen.

 

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Sommer 2018

Mehrere voneinander unabhängige Berichte über ein beleuchtetes "UFO" über dem abendlichen 'Hauser Wald' führen zu dem Entschluss der IG Gegenwind, sich an einigen Abenden in Kleingruppen aufzuteilen und das Gelände von mehreren Beobachtungspunkten aus zu überwachen. Nach den Beschreibungen mehrerer Personen dürfte es sich um eine beleuchtete Drohne gehandelt haben. Da kein Verursacher ausfindig gemacht werden konnte, muss die Frage, ob es sich um "Spielerei" oder aber gezieltes Stören von Brutvögeln gehandelt haben könnte, offen bleiben.

 

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März - Mai 2018

Über den Stil neu entworfener Transparente, die sich mit dem Thema Infra-Schall bzw. Schall und Lärm befassen, kann keine Einigkeit erzielt werden. Da sie am ursprünglichen Konsens vorbei für einzelne bisherige Mitstreiter so nicht tragbar sind, führen sie in der Folge zum Bruch mit und zum Verlassen der 'IG Gegenwind Hauser Wald'.

 

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Februar 2018

Dringender

SPENDENAUFRUF!

Mehr als 60 % der BürgerInnen von Waldbrunn-Hausen haben mit Ihrer Unterschrift bekundet, dass sie gegen die WKA im Hauser Wald sind !!

... und werden einfach ignoriert ...

Im Kampf gegen die sinnlose Zerstörung unserer Heimat sind wir auf Rechtsbeistand und externe wissenschaftliche Gutachter angewiesen - bitte helfen Sie uns mit einer Spende!

>>>

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Januar 2018

>>>  Die besondere Veranstaltung zum Jahresbeginn:  <<<

> 20. Januar 2018, 15.00 Uhr <

"Winter-Wunder-Wald"

Ein naturkundlicher Streifzug durch den Hauser Wald

 

 

Wege durch unseren wunderbaren Wald ...

... sie führen zu Orten ...,

sie führen zu Einkehr, Ruhe, Frieden und Entspannung.

Nicht einer führt hier jedoch in eine gute Zukunft der erneuerbaren Energien !

Denn diese befinden sich bislang auf einem Holzweg ...

Und weil das immer noch von zu vielen in Verantwortung Stehenden ignoriert oder einfach nicht verstanden wird ..., müssen wir uns mit unzähligen und äußerst komplexen juristischen, naturkundlichen, physikalisch-technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Fragen befassen ... ehrenamtlich, zeitraubend, kräftezehrend, auf Kosten unserer Freizeit und Lebensqualität.

Das neue Jahr wird voraussichtlich Entscheidungen bringen. Sollten wir verlieren, dann verlieren wir ein einzigartiges Stück Natur und Heimat ... und werden mit wachsender Wahrscheinlichkeit auch erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt ... allein aufgrund von Kurzsicht, Sturheit, Gier und Ignoranz.

Doch selbst dann können wir erhobenen Hauptes sagen: Im Unterschied zur Masse der Gleichgültigen haben wir es immerhin versucht und dabei unglaublich viel erfahren, verstanden und gelernt ...

und vor allem zu einer Gemeinschaft gefunden, die ihresgleichen sucht!

Unsere Gegner haben bislang allenfalls einen kleinen (weiß-blauen) Punktsieg davon getragen ...   :D

Sorgen wir dafür, dass sie sich demnächst deutlich wärmer anziehen müssen !   ;-)

Lasst uns deshalb gemeinsam Kraft sammeln -

am besten auf unseren wunderbaren Waldwegen!

...

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27. November 2017

 

Offenbar wachsen inzwischen sogar die Zweifel in konservativ geprägten Wirtschaftskreisen

(wenngleich an dieser Stelle erwartungsgemäß weniger der Naturschutz als die Volkswirtschaft im Fokus steht ...)

Ein bemerkenswerter Aufruf auf den Seiten des Deutschen Arbeitgeberverbandes:

Goldgrube Windkraftanlage?  Eine Schrift zur Aufklärung von Waldbesitzern für Waldbesitzer über wichtige Zusammenhänge der Ökostromförderung.
mit sachlich und nüchtern abgearbeiteten physikalischen wie wirtschaftspolitischen Fakten, die jeder kennen sollte:

https://deutscherarbeitgeberverband.de/energiefrage/2017/2017_11_27_dav_aktuelles_energiefrage_45_waldbesitzerbrief.html

s. dazu auch folgenden Artikel im Handelsblatt v. 11.11.17

>>> Windkraft entzweit Waldbesitzer

Sehr lesenswert !!!

 

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Am

25. November 2017

titelte die Lokal-Zeitung NNP

"Gegenwind für Bürgerinitiative -

CDU-Fraktionschef dreht den Spieß um und greift Windkraftkritiker an."

(leider ist dieser Artikel nicht im Internet zu finden, genau wie mehrere Leserbriefe, die seitens der IG Gegenwind dazu als Reaktion verfasst wurden)

Im Kern ging es um den Vorwurf, dass die IG Gegenwind vor allem durch Intransparenz und Halbwahrheiten (bzw. Lügen) auffalle. Einer der Vorwürfe war, dass verschwiegen werde, dass die CDU als einzige Fraktion zu einem Gespräch bereit gewesen sei. Dazu sei an dieser Stelle ausdrücklich auf die weiter unten folgende Rubrik "Der Widerstand im Rückblick" verwiesen: Hier wird die Gesprächsbereitschaft der CDU-Fraktion nicht nur erwähnt, sondern auch ausdrücklich dafür gedankt!

 

Zudem erschien dazu am

29. November 2017

in der gleichen Zeitung folgender Leserbrief:

Wir "Windkraftgegener" informieren transparent (zu ... "Gegenwind für Bürgerinitiative" (Ausg. v. 25. November):

Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen. Außer: Die Tatsachen. Richtig ist, dass wir in einem Pressegespräch mit der NNP auf unseren Vortrag vor der CDU-Fraktion hingewiesen haben, der Hinweis aber nicht aufgegriffen wurde. Das wusste Herr Erler, weil wir ihn darüber informiert hatten. Warum nun sein Erstaunen über die nicht zutreffende Darstellung in der Presse? Richtig ist auch, dass wir sehr transparent mit unseren Untersuchungsergebnissen zur Hydrologie umgehen. Wo war Herr Erler, als nach unserer Exkursion die wissenschaftlichen Grundlagen erläutert wurden? Warum nimmt er unser Angebot nicht an, ihm persönlich die fachwissenschaftlichen Grundlagen und die rechtlichen Auswirkungen zu erläutern? Rechtliche Auswirkungen des Plans, Lebensräume, Arten und Hydrologie zu gefährden? Wo ist bitte die Intransparenz? Richtig ist ferner, dass wir gegenwärtig das, was wir ihm gerne ganz persönlich zeigen und erläutern wollen, dass wir diese unsere Erkenntnisse zu einem gerichtsfesten Gutachten zusammenfassen. Richtig ist auch, dass wir dieses Gutachten - wie auch der Investor die seinen - ausschließlich im Verfahren der Oberen Naturschutzbehörde vorlegen. Diese zeigt nach bereits erfolgtem mündlichen Vortrag hohes Interesse daran. Und nein, Herr Erler, wir lassen die Enetrag nicht von uns abschreiben. Denn Enertrag merkt, dass die eigenen Hausaufgaben falsch und unvollständig sind. Und ja, Herr Erler, die Unterlagen werden offen gelegt. Im Verfahren und nicht zuvor. Und zuletzt - auch das ist richtig: Ungemach droht dem, der anderen Böses unterstellt. Bürgermeister Blum vermute anonyme Plakateschreiber unter den, unter uns "Windkraftgegnern" - so wird suggeriert. Halbwahrheiten und falsche Behauptungen - von wem? Stefan Wingenbach, Waldbrunn.

Des Weiteren war in o.g. Artikel v. 25.11.17 auch zu lesen, dass der Waldbrunner Bürgermeister Blum erwäge,  in Sachen 'Aufhängen von Plakaten im Wald' Strafanzeige zu stellen. Damit die LeserInnen wissen, worum es dabei genau geht, seien nachfolgend zwei fotographisch dokumentierte Beispiele abgebildet:

      

Zwei der im November 2017 an Bäumen im Hauser Wald befestigten Plakate, die wohl in Anlehnung an die vielzitierte "Bananen-Republik"

zeigen sollen, dass es bei Gutachten wie Zustimmung der Gemeinde vor allem um Geld geht (Fotos: H. Rittweger)

Dazu sei an dieser Stelle nochmals betont, dass die 'Chronologie des Widerstands' (s. bereits erwähnte "Rückblicke" weiter unten auf dieser Seite) unmissverständlich zeigt, dass die IG Gegenwind Hauser Wald stets um sachliche Auseinandersetzung bemüht war und ist. Gleichwohl ist es völlig unmöglich, bei (wahrscheinlich weit) mehr als 60% Ablehnung der WKA allein im OT Hausen, sämtliche Aktionen einzelner empörter Bürger zu kanalisieren. Den Gemeinden Waldbrunn und Dornburg ist offenbar nicht klar, wie sehr sie eine zunehmende Zahl an BürgerInnen gegen sich aufbringen und damit das bislang so harmonische Miteinander in unseren Dorfgemeinschaften gefährden ...

Gemessen an der Stimmungslage einzelner BürgerInnen ... muss man jedenfalls kein Prophet sein, um zu erahnen, dass es vor Ort noch zu weiteren Formen des Widerstandes kommen wird ...

 

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>>> November 2017 <<<

+++  Interessengemeinschaft Gegenwind aktuell   +++   Bald 30.000 WKA in Deutschland und: Nicht ein Kohlekraftwerk abgeschaltet, keine CO2-Reduktion, nicht ein Klimaziel umgesetzt! Werdet wach!   +++   Interessengemeinschaft Gegenwind aktuell   +++

Bald 15 Riesen-WKA rund um Waldbrunn?

Erst Hausen, jetzt Fussingen und Lahr, dann Hintermeilingen ... und danach?

>>> https://www.energieportal-mittelhessen.de/fileadmin/image/Teilplan_Energie/2._Entwurf/Anlage_1_-_Plankarte__Windenergie_u_Photovoltaik_2015.pdf

 

>>> Am 24. Oktober 2017 stellten div. potentielle "Investoren" erstmals neue Pläne für WKA bei Lahr und Fussingen einem ausgewählten Publikum unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor <<<

Wir zeigten dennoch Präsenz und stellten fest: 

Bald 30.000 WKA in ganz Deutschland ... und:

nicht ein Kohlekraftwerk abgeschaltet!

nicht ein Gramm CO2-Reduktion!

nicht ein Klimaziel umgesetzt!

Fast 100 BürgerInnen fanden sich am 24.10.2017 zu einer spontanen Demonstration vor dem

DGH in Waldbrunn-Fussingen zusammen.

Werdet wach!

Hier geht es nicht ums Klima - nur um Profit!

Kämpft für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und Lebensqualität!

 

+++  Interessengemeinschaft Gegenwind aktuell   +++   Bald 30.000 WKA in Deutschland und: Nicht ein Kohlekraftwerk abgeschaltet, keine CO2-Reduktion, nicht ein Klimaziel umgesetzt! Werdet wach!   +++   Interessengemeinschaft Gegenwind aktuell   +++

 

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Am

03. Juli 2017

titelt die Lokal-Zeitung NNP

"Gemeindevertretung verlängert Vertrag mit Investor Enertrag: Deutliches Ja zur Windenergie"

Hier der Artikel in Gänze:

http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Deutliches-Ja-zur-Windenergie;art680,2695468

Das "Deutliche Ja" war indes alles andere als deutlich! Die Bürgerliste war nämlich bereits ab dato geschlossen gegen die Errichtung der WKA im Hauser Wald. Wären die inzwischen auch in Reihen der CDU vorhandenen Kritiker sämtlich anwesend gewesen, wäre diese Abstimmung deshalb ganz anders ausgefallen!

Hier eine unserer Reaktionen darauf:

"Waldbrunn / Westerwald -

Vertragsmanagement der besonderen Art"
 

(Ein "versehentlich erschienener" ...   :D 

... Leserbrief v. G. Reitz; NNP 27.07.2017)


Ob man nun Windkraft mag oder nicht: Das Husarenstück der sogenannten "Vetragsverlängerung" für den geplanten Waldbrunner Windpark in Hausen muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die Gemeinde hat einen Vertrag mit dem Investor Enertrag. Sie ist durch Zeitablauf und Untätigkeit des Vertragspartners in eine durchaus komfortable Position gekommen: Der Vertrag läuft unbefristet weiter (er muss also gar nicht verlängert werden!), kann aber seitens der Gemeinde einseitig jederzeit gekündigt werden. Man kann also das, was man hat, festhalten, sich aber gleichzeitig neu am Markt orientieren. Besser geht es doch gar nicht! Vor allem, weil die mit der Enertrag vereinbarten Entgelte möglicherweise weit unter dem in der Branche Üblichen liegen. Man könnte also deutlich nachbessern. Doch was machen die Verantwortlichen? Sie geben diese hervorragende Vertrags- und Verhandlungsposition für ein vergleichsweises Almosen auf und verzichten auf das einseitige Kündigungsrecht. Harte Nachverhandlungen um deutlich bessere Entgelte wären möglich gewesen! Man hätte Konkurrenzbewerber um die Windvorranggebiete in Waldbrunn ins Spiel bringen können. Deren gibt es genug! Es interessieren sich fünf Bewerber für die Waldbrunner Windvorrangflächen, hört man. Doch die Gemeinde favorisiert die Enertrag. Warum eigentlich? Glücklich, wer mit unserer Gemeinde Verträge machen darf – auf Kosten der Bürger. Sicher wird man es bei dem möglichen Windpark im Lahrer Wald besser machen – oder etwa nicht? Interessierte Investoren gibt es genug!

(... oder geschah dieses " unkluge Husarenstück" etwa nur, weil man nur dieses eine kleine Zeitfenster hatte, um durch das "geplante Fernbleiben von Kritikern" eine Abstimmungsniederlage zu verhindern?  (Anm. d. Webmasters)  ;-)  :D  )
 

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Mai 2017

 

Der Widerstand trägt Früchte ...

denn inzwischen haben mehr als 60 % der BürgerInnen von Waldbrunn-Hausen mit Ihrer Unterschrift bekundet, dass sie gegen die Windkraftanlagen im Hauser Wald sind !!

Zeit für ein Umdenken liebe Gemeindevertreter !

 

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26. April 2017

 

"BL-Antrag fliegt von der Tagesordnung - Windkraft- Kritiker abgeblockt"

NNP, 26.04.2017
Von HEIKE LACHNIT

"Diese Sitzung könnte ein Nachspiel haben: Durch einen Vorstoß der CDU ist am Montag ein Antrag der windkraftkritischen Bürgerliste (BL) von der Tagesordnung genommen worden. Die rund 150 Zuschauer waren empört. Die BL prüft rechtliche Konsequenzen " ...
weiter auf:
>>> http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Windkraft-Kritiker-abgeblockt;art680,2593167

 

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22. April 2017

 

"Lebensräume - Biodiversität im Hauser Wald"

Große Waldexkursion incl. Lichtbilder-Vortrag im Wald!

Die 2. Waldbegehung am 22.04.2017 brachte neue Erkenntnisse

(Ein Bericht v. A. Rudolph)

 

Mit 5.000 über Ostern verteilten Flyern in den 5 Waldbrunner Ortsteilen, Langendernbach, Wilsenroth, Neunkirchen, Dorndorf und Frickhofen lud die IG Gegenwind zur 2. Waldbegehung ein. Fast 300 interessierte Bürger folgten der Einladung, um sich über die Standorte der geplanten Windkraftanlagen im Hauser Wald zu informieren.

 

 

Die jeweils 31 Gemeindevertreter aus Dornburg und Waldbrunn erhielten eine persönliche Einladung. Beide Bürgermeister Andreas Höfner (Dornburg) und Peter Blum (Waldbrunn) waren, wenn auch verkürzt (Andreas Höfner) und verspätet (Peter Blum) zur Waldbegehung erschienen. Aus Dornburg konnten wir Peter Trottmann (CDU), Dr. Walter Valeske (CDU), Alois Höhler (CDU) und Reiner Schmidt (parteilos) begrüßen. Entschuldigt haben sich Fabian D’Antonio (CDU), Ottmar Baron (SPD) und Toni Simon (FWG). Aus Waldbrunn informierten sich Wolfgang Erler (CDU), Markus Reitz (CDU), Maria Dannewitz (CDU), Hans-Josef Wüst (CDU), Peter Krahl (SPD), Walter Meuser (SPD), Jana Jeuck (SPD). Von der Bürgerliste waren Marc Eisenkopf, Rüdiger Zeiler, Oliver Hölzer, Christof Daum, Jörg Guckelsberger und Manfred Lischeck anwesend. Entschuldigt haben sich Melanie Blum (Bürgerliste) und Jörg Blum (Gemeindevorstand).

Los ging es vom Langendernbacher Waldparkplatz „Waldlehrpfad“ durch den Wald zur Grillhütte in Hausen. Dabei passierten die Besucher die Standorte der WEA 10, 4 und 5. An jedem Standort gab es eine kleine Rast, dabei wurden die Ausmaße der Baumaßnahmen, sowie die Auswirkungen auf Artenvielfalt und Wasserhaushalt verdeutlicht.


Um im Wald eine PowerPoint-Präsentation zu ermöglichen musste ein Stromaggregat

aufgestellt und ein spezieller Tageslicht-Beamer ausgeliehen werden (Foto: H. Blum)


Beim anschließenden PowerPoint-Vortrag an der Hauser Grillhütte zeigte Herr Dr. Rittweger mit eindrucksvollen Bildern, was er bei seinen Untersuchungen in den betroffenen Feuchtbiotopen gefunden hatte. Millimetergroße Schnecken und Muscheln, die nur durch aufwendiges Filtern sichtbar werden und zu den bedrohten Arten zählen. Diese Lebewesen können nur im klaren reinen Quellwasser überleben. Auch wenn diese Tiere für uns mit dem Auge fast unsichtbar sind, zeigen sie doch, welch hohe Wasserqualität hier vorliegt und durch den Bau der Anlagen verloren geht.

Leider waren beim Lichtbildervortrag nur noch einige Gemeindevertreter (Reiner Schmidt, Markus Reitz, Maria Dannewitz, Hans-Josef Wüst, Marc Eisenkopf, Rüdiger Zeiler, Oliver Hölzer, Christof Daum, Jörg Guckelsberger und Manfred Lischeck) anwesend. Auch beide Bürgermeister fehlten beim Lichtbildervortrag und anschließender Fragerunde.

Nach der zweistündigen Wanderung durch den Wald stärkten sich die Besucher mit Kuchen und Kaffee. Für die Backwaren bedanken wir uns bei den Bäckereien Krekel und Simon.

Dank gebührt auch den zahlreichen fleißigen HelferInnen, großzügigen Spendern sowie allen TeilnehmerInnen für ihr Interesse. Über die durchweg positive Resonanz haben wir uns sehr gefreut.

Leider wurde diese besondere Veranstaltung von der Lokalpresse - trotz Einladung - vollständig ignoriert. Sie dürfte sich damit keinen Gefallen getan haben ...
 

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Im

April 2017

war auf der Facebook-Seite von Herrn B. Fritz zu lesen:

"Ich bin fürWindkraft! Und gegen unsachliche Panikmache!"

( wir auch ;-) ... )

und so mussten die Vertreter der IG Gegenwind: P. Guckelsberger, G. Reitz und Dr. H. Rittweger dann leider auch noch umfangreich Stellung zu einem u.a. über "Facebook" (Gesichtsbuch) verbreiteten Pamphlet Stellung beziehen, in dem neben zahlreichen im Internet kopierten gängigen Argumenten für den Ausbau der erneuerbaren Energien auch versucht wurde, der IG Gegenwind bewusste Falschaussagen, Täuschung und "unsachliche Panikmache" hinsichtlich der Auswirkungen auf den lokalen Naturhaushalt zu unterstellen. Selbiges musste/konnte bis ins Detail widerlegt und dann gleichermaßen über lokale Mail-Verteiler in Umlauf gebracht werden. Details würden den Rahmen dieser Seite bei weitem sprengen. Sämtliche von Herrn Fritz in Umlauf gebrachten Pamphlete und die jeweiligen umfangreichen Antworten unserer Wissenschaftler darauf, können aber über die IG Gegenwind als pdf-Dateien (s. >>> IMPRESSUM) angefordert werden. Unsere Einladungen zu einer öffentlichen Diskussion sowie zu den öffentlichen Exkursionen in den Hauser Wald - ergo an den Ort des Geschehens (s.o.) - wurden von Herrn Fritz bedauerlicherweise nicht angenommen ...

 

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27. März 2017

Lichtbilder-Vortrag bei der CDU Waldbrunn

 

Am 27.03.17 durften die Vertreter der IG Gegenwind: P. Guckelsberger, G. Reitz und Dr. H. Rittweger während einer Sitzung der CDU Waldbrunn Ihre ökologischen Bedenken erstmals einem Kreis lokaler Kommunalpolitiker u.a. anhand von Lichtbildern vortragen. Dafür gebührt der CDU Waldbrunn ausdrücklicher Dank, wurden doch sämtliche diesbezüglichen Vorstöße und Bitten an die Fraktion der SPD grundsätzlich und dankend abgelehnt. Dabei wurde zweifelsfrei dargelegt, dass von den Tiefbauarbeiten auch gesetzlich geschützte Biotope und hinsichtlich Grundwasserneubildung äußerst sensible Bereiche betroffen sein werden. Gleichwohl waren (/sind) der finanzielle (Schulden-) Druck und das Vertrauen in die seitens Vorhabenträger bezahlten Gutachten wohl noch zu groß, um an diesem Tag bereits eine deutliche Mehrheit der Gemeindevertreter von ihrem (in unseren Augen) Irrweg abzubringen. Zweifel wurden indes gesät ...

 

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06. Februar 2017

1. Besprechungstermin bei der ONB im RP Gießen

 

Mit Unterstützung der HGON (Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz), dankenswerter Weise vertreten durch Herrn D. Stahl, durften P. Guckelsberger, G. Reitz und Dr. H. Rittweger (sämtlich ausgewiesene Fachleute f. Hydrologie, Forstwirtschaft, Umweltrecht, Naturschutz, Botanik, Malakozoologie und Landschaftsökologie im Rahmen eines ersten Erörterungstermins bei der Oberen Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Gießen einige naturwissen-schaftliche Fakten vortragen. Dabei stellte sich rasch heraus, dass zahlreiche Beobachtungen hinsichtlich gesetzlich geschützter Biotope und Spezies bislang in den seitens Vorhabenträger in Auftrag gegebenen Gutachten (noch?) nicht erfasst waren ...

 

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18. Dezember 2016

Merenberg hat abgestimmt:

 

Mit der eindeutigen Mehrheit von 60,07 % wurden Windkraftanlagen im dortigen Wald abgelehnt !!

Und die Waldbrunner Bürger?  Werden gar nicht erst gefragt ...

 

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Anti-Windkraft-Demonstration am

01. Dezember in Wiesbaden

 

 

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25. November 2016

!! Anonyme Umfrage zur Windkraft !!

 Es wird immer wieder behauptet, dass die Windkraft uneingeschränkt auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung stoße. Nach unserer Erfahrung ist jedoch das konkrete Gegenteil der Fall. Um ein möglichst präzises Meinungsbild öffentlich kommunizieren zu können (die Ergebnisse sollen in einen Blog-Beitrag münden...), hatten wir deshalb ab Oktober auch alle Besucher dieser Seite gebeten, sich an einer von Frau H. Lachnit  (freie Journalistin aus Limburg) über www.surveymonkey.de initiierten Umfrage zu beteiligen!

 

Ende November 2016 zeichnete sich dabei bereits folgendes Meinungs-Bild ab:

 

Von 887 (= 100 %) Personen, die bis dahin teilgenommen hatten,

 lehnen 77,2 % Windkraft grundsätzlich ab,

15,6 % akzeptieren sie, jedoch nur außerhalb des Waldes (!),

4,7 % stimmen dafür, fordern jedoch 1.000 m Abstand zum Ortsrand

und nur 2,5 % sind uneingeschränkt für Windkraft.

 

Da muss sich die Politik doch wohl dringend überlegen, ob der derzeit eingeschlagene - wirklich der richtige Weg ist, die Bürger auf dem dringend notwendigen Weg in ein Zeitalter der alternativen Energien mitzunehmen !!

 

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Öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung am

28. September im DGH Waldbrunn-Fussingen

 

Der uns interessierende Punkt zur Stellungnahme der Gemeinde im Genehmigungsverfahren Windfeld Westerwald II wurde unter TOP 7 geführt.   

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Im Vorfeld dieser Sitzung wurde erneut ein öffentlicher Aufruf verfasst (IG Gegenwind 22. 09.2016):

Die Fa. ENERTRAG informiert unsere Gemeindevertreter - aber wie?

Offenbar versucht ENERTRAG unsere Gemeindevertreter davon zu überzeugen, dass eine Öffentlichkeitsbeteiligung auch ohne Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) möglich sei. Bemerkenswert ist, wie man dabei vorgeht:

Es wird suggeriert, eine öffentliche Auslegung der Planunterlagen, welche unter bestimmten Voraussetzungen bei einem vereinfachten Genehmigungsverfahren nach § 19 Abs. 3 BImSchG ( s. >>>) vorgesehen ist, sei doch eine Beteiligung der Öffentlichkeit.

Welch ein Hohn !!!

Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob die Planunterlagen nur öffentlich ausliegen, oder ob - wie nur bei einer UVP möglich (!) - in einem ÖFFENTLICHEN ERÖRTERUNGSTERMIN zusätzlich zu einer Auslegung der Pläne auch die Einwendungen der Bürger und der Naturschutzverbände VOR DEN AUGEN DER ÖFFENTLICHKEIT VERHANDELT, ABGEWOGEN UND ENTSCHIEDEN WERDEN!

Davor hat man wohl Angst? Warum soll denn so im Verborgenen über unsere Hinweise und Einwendungen entschieden werden? Darüber mag sich jeder seine Gedanken machen. Man scheut die öffentliche Auseinandersetzung mit den Einwendungen der Bürger und der Naturschutzverbände.

Man will keine Zeit verlieren und hat möglicherweise sogar etwas zu verbergen! Deswegen auch der Antrag auf Sofortvollzug!?

DENN ZEIT IST GELD, meine Damen und Herren !!!

Darum, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, lasst Euch nicht vor die Tür setzen, wenn über Eure Bedenken entschieden wird! Lasst nicht zu, dass Eure Einsprüche zum Schutz Eurer Belange durch den Sofortvollzug der Genehmigung wirkungslos werden.

Wendet Euch an Eure Gemeindevertreter und fordert von ihnen eine Entscheidung FÜR eine UVP und GEGEN den Sofortvollzug !!!

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Leider war der Ablauf dieser Gemeinde-Vertreter-Sitzung vor allem durch parteipolitisches Geplänkel geprägt, da CDU und SPD offenbar grundsätzlich nicht für von der Bürgerliste eingebrachte Anträgen stimmen (können?) - und seien sie auch noch so gut formuliert. Auf Außenstehende - vor allem auf die auch zahlreich erschienenen jungen Leute - hatte dieses Verhalten gewiss eine ausgesprochen abschreckende Wirkung, die der vielzitierten Politik-Verdrossenheit lokal ohne jeden Zweifel weiteren Vorschub leistete ...

Immerhin wurde nach langem (und völlig unnötigem!) Hin und Her (sowie zum Glück von der Bürgerliste beantragter namentlicher Abstimmung) dann doch mit einer Stimme Mehrheit (!) gegen den seitens ENERTRAG beantragten "Sofortvollzug" sowie auch für die Durchführung einer UVP gestimmt - wenngleich mit einer seitens der SPD eingebrachten viel zu laschen Formulierung: "sollte durchgeführt werden" ...

Im Fazit also wahrlich keine "Sternstunde der Kommunal-Politik" - jedoch ein weiterer klarer Erfolg der von der IG Gegenwind Hauser Wald geleisteten Überzeugungsarbeit.

 

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Öffentliche Sitzung des Bau- und Finanzausschusses

21. September im DGH Waldbrunn-Fussingen

 

Zunächst besuchten wir die Öffentliche Sitzung des Bau- und Finanzausschusses der Gemeinde Waldbrunn zu der auch drei (!) Vertreter der Fa. ENERTRAG geladen waren. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Letztere an dieser Stelle versucht haben, die Gemeindevertreter vehement davon zu überzeugen, dass man von einer UVP (Umweltverträglichkeits-Prüfung) doch absehen könne, da man ja ohnehin ein öffentliches Verfahren beantragt habe ... Gleiches galt für den ebenfalls beantragten "Sofortvollzug" (= Möglichkeit zur sofortigen Umsetung (=Rodungen) bei Baugenehmigung durch das RP (Regierungspräsidium in Gießen). Warum wohl? ...

Im Vorfeld dieser Sitzung wurde jedoch seitens der IG Gegenwind der nachfolgende Aufruf sowie Brief an den Bürgermeister verfasst:

>>> Ein dringender Appell und offener Brief an Herrn Bürgermeister Peter Blum sowie sämtliche Gemeindevertreter von Waldbrunn:

Bitte verhindern Sie die standrechtliche Liquidierung unseres Waldes ohne Rechtsschutz für die Natur durch den evtl. seitens der Fa. ENERTRAG beantragten "Sofortvollzug" im Falle einer erteilten Bau-Genehmigung!

Dies käme einer rechtlichen Entmündigung der Waldbrunner Bürger gleich!

Bereits während der "Wald-Exkursion" am 10. September 2016 (s.u.) hat die "IG Gegenwind Hauser Wald" anschaulich zeigen können, dass durch die Errichtung der Windkraftanlagen im betreffenden Waldgebiet weitaus mehr intakte Natur und Lebensqualität verloren geht, als durch den Vorhabenträger bislang öffentlich gemacht! Dies werden wir auch anhand fundierter Gutachten von ausgewiesenen Fachleuten sowie mit Unterstützung der HGON, als anerkanntem Naturschutzverband, hinlänglich untermauern.

Bitte stimmen Sie deshalb für ein förmliches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) !!   <<<

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IG Gegenwind Hauser Wald                                                                 Waldbrunn, den 15.09.2016

Gemeindevorstand der Gemeinde Waldbrunn
Herrn Bürgermeister Peter Blum
Hauser Kirchweg
65620 Waldbrunn

Windpark im Hauser Wald;
hier: Ihre Stellungnahme als Träger Öffentlicher Belange; Nachbesserung des ENERTRAG-Vertrages

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir danken nochmals für Ihre Teilnahme an unserer Waldexkursion am letzten Samstag. Wir hoffen, wir konnten auch Ihnen deutlich machen, dass wegen der sehr hochwertigen Naturausstattung des Hauser Waldes die Naturschutzbelange im Rahmen des nun vom Vorhabenträger angestoßenen Genehmigungsverfahrens sehr sensibel betrachtet werden müssen. Auch haben Sie sicherlich das sehr engagierte Interesse der Öffentlichkeit an den Windparkplanungen und die Sorge darüber, dass rechtliche Belange von Bürgern betroffen sein könnten, wahrgenommen. Mittlerweile haben sich deutlich mehr als 50 % der Hauser Bürger mit ihrer Unterschrift gegen Ihre Windparkplanungen ausgesprochen.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Sie dringend auffordern:

• Setzen Sie sich im Rahmen Ihrer Beteiligung am Genehmigungsverfahren als Träger Öffentlicher Belange dafür ein, dass ein förmliches Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung und Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt wird. Nur so können Sie glaubhaft machen, dass für Sie maximale Transparenz nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern - durch eine öffentliche Auslegung der Pläne mit Abwägung aller Schutzgüter in einem öffentlichen Erörterungstermin (v. a. Schutzgüter Mensch, Natur, Wasser) - auch verwirklicht wird.

Sie selbst, aber auch der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste, haben in Ihren Antworten auf unsere Fragen deutlich zum Ausdruck gebracht, dass Sie hinsichtlich der Beachtung der Naturbelange vor allem auch auf das Genehmigungsverfahren selbst setzen und vertrauen. Im Genehmigungsverfahren mit UVP haben alle betroffenen Bürger, aber auch die anerkannten Naturschutzverbände gesetzlich formalisierte Möglichkeit für ihre Belange Rechtsschutz zu erhalten.

Leider wird dieser Aspekt der Öffentlichkeitsbeteiligung in letzter Zeit zunehmend dadurch unterlaufen, dass Vorhabenträger von Windparks den Sofortvollzug einer erteilten Genehmigung beantragen. Dies würde bedeuten, dass - trotz eventuell anhängiger Widersprüche oder gar Klagen von in ihren Rechten betroffenen Waldbrunner Bürgern - der Hauser Wald sofort gerodet, die Windräder errichtet und damit ggf. unrevidierbare Fakten geschaffen werden können. Eine sofortige Vollziehung würde also wegen der dann fehlenden aufschiebenden Wirkung möglicher Einsprüche oder Klagen die Waldbrunner Bürger faktisch rechtlich entmündigen.

• Bitte bringen Sie deshalb unverzüglich in Erfahrung, ob ENERTRAG für die Genehmigung des Hauser Windparks ebenfalls den Sofortvollzug einer möglichen Genehmigung beantragt hat. Sollte dies der Fall sein, setzen Sie sich als unser Bürgermeister mit Nachdruck gegen einen Sofortvollzug und somit dafür ein, dass alle Waldbrunner Bürger, aber auch die Natur im Hauser Wald vollumfänglichen und uneingeschränkten Rechtsschutz im Genehmigungsverfahren genießen.

Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diese Belange sofort und unverzüglich in der nun anstehenden Entscheidung der Genehmigungsbehörde über die Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung mit Beteiligung der Öffentlichkeit aufgreifen und als Träger Öffentlicher Belange in das Verfahren einbringen würden.

In Ihrer Eigenschaft als Vertragspartner der ENERTRAG fordern wir Sie auf, auch auf diesem Wege Ihre Erwartung an das Genehmigungsverfahren hinsichtlich der sorgfältigen Abwägung der Naturschutzbelange aktiv zu gestalten:

• Treten Sie in Vertragsverhandlungen mit der Vorhabenträger und verlangen Sie folgenden Nachtrag zum Vertrag:
„Der Vorhabenträger verpflichtet sich gegenüber dem Waldbesitzer, im Genehmigungsantrag nicht den Sofortvollzug eines eventuellen Genehmigungsbescheides zu beantragen.“

Nur so können Sie glaubhaft Ihrer Verpflichtung als öffentlicher Waldbesitzer gem. § 2 Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nachkommen.

Die Vorsitzenden der Fraktionen in der Gemeindevertretung erhalten einen Abdruck dieses Schreibens, verbunden mit der Bitte, unverzüglich einen entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung herbeizuführen.

Sie gestatten auch, dass wir dieses Schreiben auf der Internetseite der IG Gegenwind veröffentlichen und im Rahmen unserer Pressearbeit verwenden.

Mit freundlichen Grüßen
 

Für die IG Gegenwind Hauser Wald:

Stefan Wingenbach, Emil-Hurm-Str. 9; Dr. Holger Rittweger, Lindenstr. 8; Paul Guckelsberger, Friedhofstr. 9; Josef Benischke, Emil-Hurm-Str. 6; Ralf Schnepf, Langstr. 63, 65620 Waldbrunn-Hausen


Abdrucke dieses Briefes gehen an die Vorsitzenden der Fraktionen in der Gemeindevertretung

mit der Bitte, den Anspruch der Hauser Bürger auf vollumfänglichen Rechtsschutz im Genehmigungsverfahren durch Ablehnung einer möglicherweise beantragten Anordnung eines Sofortvollzuges in entsprechender Weise zu unterstützen.
Wir bitten unsere Gemeindevertreter daher dringend, den Bürgermeister durch Beschluss der Gemeindevertretung zu Nachverhandlungen des Vertrages mit der ENERTRAG im oben dargelegten Sinne aufzufordern.

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Rechenkunst ...

für die Freunde der Mathematik ...

eine besondere

"Text-Aufgabe"

(von St. Wingenbach):

In der Gemeinde Waldbrunn gibt es gerundet ca. 6000 Einwohner. Die Gemeinde erhält 90.000 Euro Pachteinnahmen jährlich für die geplanten 3 Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet. Teilt man die 90.000 Euro durch die 6.000 Einwohner, ergibt sich ein Betrag von 15,- € pro Jahr und Einwohner. Für einen 4–Personenhaushalt also 60,- € pro Jahr. Die EEG Umlage beträgt ab diesem Jahr 6,354 Cent.
Für einen durchschnittlichen 4 Personenhaushalt wird im Verbraucherportal Verivox ein Verbrauch von 5000 kwH angesetzt. Das bedeutet einen Strompreis von 5.000 kwH * 0,0635 Euro und ergibt eine Summe von 317,70 Euro. Es darf sich nun jeder fragen, was er lieber bezahlen würde!?

EEG Umlage 2017 und kein Ende in Sicht!!
Durch die erneute Erhöhung der EEG Umlage im Jahr 2017 auf nun 6,880 ct/kWh wird der im obigen Text beschriebene 4-Personen Haushalt mittlerweile mit 344,- € zusätzlich belastet. Das bedeutet eine Erhöhung vom Jahr 2016 nach 2017 um 26,30 Euro.
 

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Viel Arbeit ...

Eine "besondere Wald-Exkursion" im Rückblick

10. September 2016

 

Da unsere Gemeinde es bis dato versäumt hatte, in ausreichendem Maße darüber zu informieren, wie massiv die geplanten Eingriffe im Wald zwischen Hausen, Langendernbach, Irmtraut und Neunkirchen sein werden und welche Folgen für Natur, Landschaft, Lebensqualität, Erholung und Freizeitaktivität zu erwarten sind, lag es allein an der IG Gegenwind, den zahlreichen Teilnehmern vor Augen führen, welche Flächen gerodet, welche beliebten und traditionellen Waldwege ruiniert und wie viel intakte Natur hier geopfert werden soll. 

 

 

Unter den mehr als 150 Teilnehmern konnten wir (wenngleich verspätet) auch Herrn Bürgermeister Peter Blum, bedauerlicherweise  aber nur drei der gewählten Gemeinde-Vertreter vor Ort begrüßen. Eine allein durch die IG finanzierte Privat-Anzeige im Lokalblatt "Waldbrunner Nachrichten" hatte wohl nicht genügt, um klar zu machen, dass es hier um nicht weniger geht, als das höchste Gut im ländlichen Raum: eine intakte Naturlandschaft.

Daneben durften wir auch zwei Vertreter der Fa. ENERTRAG willkommen heißen. So konnten diese zu ihren Bauplänen direkt Stellung nehmen und z.B. bestätigen, dass mehr als 80.000 qm (mehr als 11 Fußballfelder) Wald gerodet ..., die bestehenden Waldwege zukünftig in Kurvenbereichen bis zu 20 m Breite einnehmen würden und dass auch ganz neue Trassen durch einen intakten Laubwald mit z.T. nach Bundesnaturschutzgesetz geschützten Biotoptypen, Quellen und zahlreichen geschützten Tierarten geschlagen und Unmengen an Splitt aufgeschüttet werden ..., oder dass im Bereich von Steilstellen sogar (vorübergehend) eine Teerdecke (im Wasserschutzgebiet ...) aufgebracht werden muss. Diese werde aber später zurückgebaut und der Boden wieder in seinen "Original-Zustand" gebracht ... eine Vorstellung, die einen Bodenkundler (zum Glück nur für wenige Sekunden) sprachlos machte ...

 

 

Wir konnten u.v.a. zeigen, welche Bedeutung die zahlreichen Feuchtstellen für die vielen wandernden Amphibien haben, welch majestätische, teils mehr als 120 Jahre alten Buchen gefällt würden und wie sehr selbst die an den Waldwegen stehenden Baum-Veteranen (u.a. mehr als 100 Jahre alte Weißtannen) durch die Wege-Verbreiterung incl. Bodenverdichtung durch Schwerlastverkehr  leiden würden ... ergo, welchen Schaden das Gesamt-Ökosystem incl. Grundwasser-Neubildung, Mikro- und Meso-Klima sowie die lokale Artenvielfalt nehmen wird.

Sehr ergreifend war schließlich auch eine im Wald an traditionsreichem Ort angeregte Schweigeminute (unter einem schon vor 50 Jahren angebrachten Wege-Kreuz) für die "Stille des Waldes", die an dieser Stelle so möglicherweise nie wieder genossen werden kann ... wenngleich nicht viel später zum Abschluss noch die klare Ansage erfolgte, dass die Betreiber und Befürworter dieser Natur-Vernichtung in jedem Fall mit weiterem und entschlossenem Widerstand zu rechnen haben ...

Insgesamt war diese Waldbegehung incl. Begleitausstellung und Info-Stand somit eine außerordentlich gelungene Veranstaltung, die zwar viele betroffene, schockierte und ratlose Bürger hinterlassen hat .., für die die "IG Gegenwind Hauser Wald" jedoch überwältigend großes Lob erfahren hat ... so dass sich das teilweise bis zur Erschöpfung reichende Engagement rückblickend mehr als bezahlt gemacht hat ...

Vielen Dank allen Teilnehmern und fleißigen Helfern sowie der HGON für die Unterstützung!

s. auch:   >>> http://hl-journal.de/windkraft-in-waldbrunn-buergerinformation-und-ortsbegehung/

 

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Ein erstes Plakat ...

 

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Eine erste  ...

"Bürger-Informationsveranstaltung" am

05. September 2016 in Waldbrunn-Hausen

 

Am 05. September 2016 hatten die Gemeinde Waldbrunn zusammen mit der Fa. ENERTRAG zu einer Bürger-Informationsveranstaltung im DGH Waldbrunn-Hausen eingeladen. Es wurde ein Bild vermittelt, als ob die Errichtung von (damals noch) 7 Windkraftanlagen mitten in einem naturnahen Laubwald überhaupt kein Problem für die Natur und Umwelt darstellte ... und man am Ende ja nur der Rettung des Klimas diene ... dabei sagt doch allein der Name dieser Firma mit 6:2 Buchstaben etwas ganz anderes ...

Die Powerpoint-Folien sind (wie versprochen) an dieser Stelle online gestellt und abrufbar:

>>> http://www.waldbrunn-westerwald.de/cms/wp-content/uploads/2016/09/WWII_BuergerInfo-zum-Thema-Windkraft-vom-05092016.pdf

 

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Ein Gedicht ...

Der Tragödie Erster Teil:

„Gretchen trifft Faust an der 'Wildweiberkirch'“

(von T. B.)


Hallo mein liebes, holdes Mädchen! Bist du nicht unser Nachbars Gretchen?
 

Seid mir gegrüßt, mein edler Herr. Euch zu sehn, erfreut mich sehr.
 

Sag mein Kind, was führt dich denn zu diesem Ort, der von daheim doch recht weit fort?
 

Ach Herr Doktor, ich such Reiser. Wisst, die Mutter – sie ist heiser.
Sie braucht des Nachts in ihrer Kammer, ein kleines Feuer – so ein Jammer!


Nun, dann sei so lieb und setz dich her. Erzähl mir mal ein bisschen mehr.
Es ist zwar schon ein wenig kalt, doch ich bin immer gern im Wald.


Ist die Natur nicht wunderschön? Man kann so viele Tiere sehn.
Und diese Bäume – welche Pracht! Die hat Gott so schön gemacht!


Liebes Gretchen, träum ruhig weiter. Bald wohl bist auch du gescheiter.
 

Wie Herr Doktor soll ich das verstehn? Ist dies nicht herrlich anzusehn?
 

Doch, doch, das will ich gern gestehn. Die Natur ist wirklich schön.
Doch hast du es noch nicht vernommen, dass bald die Riesen werden kommen?
Es sind sieben an der Zahl. Was bleibt den Tieren dann noch für ´ne Wahl?
Sie werden sich in allen Ecken, versuchen zu verstecken.


Ach herrje, mir wird ganz bang ums Herz. Ich fühle einen tiefen Schmerz.
Was wollen diese Riesen hier? Das ist doch gar nicht ihr Revier.


Der alte Vogt hat einst befohlen, die Monster einfach herzuholen.
Und seine Mannen nickten nur ergeben, zu dem, was er hat vorgegeben.
Auch der Neue, so scheint's ist dran gebunden, an das, was er hat vorgefunden.


Ich kann es immer noch nicht fassen. Wie kann man so was denn erlassen?
 

Nach Unheil einst, in fernem Land, der König selbst gab schnell bekannt:
„Die bösen Geister müssen weg! Holt alle Riesen raus aus dem Versteck.
Verteilt sie nur im ganzen Reich. Wohin sie gehen, ist mir gleich.“


Muss man, um diese Geister zu verscheuchen, denn alles ringsum gleich so meucheln?


Mich deucht, du hast es jetzt kapiert, was hier im Walde bald passiert.
Ob Buchen, Fichten oder Eichen – sie alle solln den Riesen weichen.
Auch Vogel, Reh und Haselmaus. Für viele ist es hier bald aus.
Und ist es erst mal richtig kalt, geht keiner mehr in unsren Wald.
Denn dann, so hat es auch geheißen, die Riesen dann mit Brocken schmeißen.


Was machen denn die hohen Herren, um dies Unheil abzuwehren?


Dem jungen Vogt ist's wohl egal. Wie so vielen nach der Wahl.
Er will nur mit den wenig Gulden, verringern seine großen Schulden.
Die glauben dort noch wirklich dran, dass man daran verdienen kann.


Warum hat man denn nicht uns gefragt? Mein Herr ihr seid schon leicht betagt,

seid weise, wisst von vielen Dingen – nun müssen wir mit Monstern ringen.
 

Ach Gretchen du wagst es noch zu hoffen, die wär´n für unsre Meinung offen.
Was kümmert die den kleinen Mann, wenn man was Güld´nes haben kann.
 

Wer holt die Riesen denn ins Land. Ist dies den Leuten schon bekannt?
 

Von Berlichingens sollens machen, lang geübt in solchen Sachen.
Die machen richtig fette Beute. Auf Kosten meist der armen Leute.


Von denen hab ich schon gehört. Haben anderswo schon viel zerstört.
Wie lange sollen denn die Riesen bleiben – wer wird sie später mal vertreiben?
 

Das weiß noch niemand so genau. Die machen alle nur auf schlau.
Später sind dann alle klein, und keiner will es gewesen sein.
Kommt nicht bald die große Wende, zahlt das Volk das dicke Ende.


Jetzt fröstelt's mich an diesem Orte. Ich danke euch für eure Worte.
Ich muss nach Haus, um zu berichten, von diesen grauslichen Geschichten.
Dies alles macht mich sehr betroffen. Auf GEGENWIND kann man jetzt hoffen!

(Dann wird vielleicht aus der Tragödie, am Ende doch noch ´ne Komödie!)

 

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s. schließlich auch:

Presse

>>> http://hl-journal.de/ig-gegenwind-hausen-kaempft-gegen-die-windkraft/

>>> http://hl-journal.de/ig-in-hausen-gegen-windkraft-aus-dem-dornroeschenschlaf-erwachen/

 

Älteres:

>>> http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Windkraft-in-Waldbrunn-Nein;art680,396613

>>> http://www.nnp.de/lokales/limburg_und_umgebung/Windkraft-fuer-Waldbrunn;art680,96279


 

Windkraft im Wald? - Zeit für Gegenwind (nicht nur) in Waldbrunn-Hausen / Westerwald

Zu guter Letzt

... und passend zum oben aufgeführten Gedicht noch:

4. Die 'Gretchen-Frage':

 

Wie wäre es denn mal mit wirklich ehrlichem Energie sparen ...?

(von Dr. H. Rittweger)

 

... ohne sich ständig selbst zu belügen, ohne ständig neuen Konsum,  ohne am Ende nur das Gewissen beruhigende Energiespar-Birnen, "AAA+++-Geräte", schnittige Elektro-Fahrzeuge etc.  ... und damit vor allem ohne ständig wachsende Müllberge ..., am besten als Wettbewerb zur "Entschleunigung" (Geschwindigkeitsreduzierung nicht nur (aber endlich auch!) auf der Autobahn ...) zwischen den am meisten verschwendenden Industrie-Nationen und vorgelebt von "ganz oben" (Umweltschutz statt Gier...) ... z.B. durch Verzicht auf so manches wirklich Überflüssige und nicht selten zudem noch Ungesunde, was auch wir ganz normalen Konsumenten alle längst und ohne Not zur Gewohnheit haben werden lassen ...

Oder verträgt sich das einfach nicht mit einem auf Wachstum, Wachstum und nochmals Wachstum mit zwingend notwendigem geplanten "Kaputt-Gehen" von Konsumgütern ausgerichteten Wirtschafts-System?

Unser Planet steht kurz vor dem Kollaps - das sagen nicht nur zahlreiche wissenschaftlich fundierte Studien (z.B. vom WWF) sondern auch solch herausragende Denker wie (der leider kürzlich verstorbene)Stephen Hawking (Skeptikern sei dazu eine kurze Internet-Recherche empfohlen ...). Die Gesamtsituation lässt keinen Zweifel mehr zu: Angesichts endlicher Ressourcen können und dürfen wir auf gar keinen Fall so weitermachen! Aufgrund des weltweiten Wachstumswahnsinns war der regenerierfähige Anteil unsere Erde z.B. in 2016 bereits schon am 8. August völlig erschöpft. Einfach ausgedrückt: Wir sind dabei, uns abzuschaffen. Mittlerweile brauchen wir schon 1,7 Erden, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

+++   Wahrlich kein Spaß mehr - es ist höchste Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen!   +++

>>> LIVING PLANET REPORT 2018 (WWF u. Zool. Ges. London !!!) <<<

 

Würden unsere Politiker diese wissenschaftlich belegten Fakten nicht ständig einfach ignorieren und nicht immer nur stur in Ihren alten - von der Realität aber längst überholten - Denkmustern verharren, wären manche Weichen gewiss längst anders gestellt.

Es ist aber höchste Zeit, Dinge beim Namen zu nennen, und es darf auch keine Denkverbote geben, die nur dazu führen, wichtige Wahrheiten nicht klar zu erkennen. Zum Beispiel diese: Es gibt keinen grünen Kapitalismus und wird ihn nie geben - allein weil dieses System ohne stetes Wachstum schlicht nicht funktioniert. Alle, die das nicht wahr haben wollen, machen die Rechnung ohne die Wirtin - und die heißt Erde - und hat nur noch einen begrenzten Getränkevorrat!

Wem die Zukunft unserer Kinder und der Natur auf diesem wunderbaren blauen Planeten nicht völlig egal ist, der muss jetzt handeln. Wenn wir nicht sofort und freiwillig durch Konsumverzicht und dem nur damit (!) zu erreichenden konsequenten Energiesparen beginnen, retten uns weder hunderttausende flächendeckend installierte Windräder noch hundert neue Atomkraftwerke! Würde es dabei sozial gerecht zugehen, dann wären viele Menschen sicher auch bereit, auf manches eigentlich Überflüssige zu verzichten ... denn das hieße keineswegs, alles über Bord zu werfen, was das heutige Leben angenehm macht ... jeder noch so kleine Schritt, der von vielen (!) gemacht wird, ist einer in die richtige Richtung.

Wenn man das begriffen hat, dann darf man doch nicht mehr zulassen, dass einige wenige an Gier Erkrankte Profit aus dieser so dringend notwendigen Energiewende ziehen, auf Kosten der Allgemeinheit, auf Kosten der Erde! Wie verlogen ist es doch allein, wenn sich Politiker und Industrie-Lobbyisten als Klimaretter und CO2-Sparer aufspielen, gleichzeitig aber sämtliche Bemühungen um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen torpedieren - von den kriminellen Machenschaften um gefälschte Abgaswerte ganz zu schweigen ... .  Zum Glück merken das immer mehr BürgerInnen und fordern eine wirkliche Energie-Wende: ehrlich, offen und von unten.

Bleibt zu hoffen, dass auch unsere großen einschlägigen Naturschutzverbände - z.B. BUND und NABU - ihren momentanen Kurs noch anpassen: Durch die unkritische Unterstützung der allein profitorientierten Windkraft-Lobby inklusive der “Holzhammermethodik” beim Durchsetzen einzelner Projekte wird die Bevölkerung gar nicht erst mit auf den so wichtigen Weg in eine annehmbare Zukunft der Alternativ-Energien genommen – im Gegenteil: immer mehr gutgläubige, gutmütige und naturliebende Menschen werden verschreckt, fühlen sich missachtet und zweifeln gar an demokratischen Gepflogenheiten. Eine unheilvolle Entwicklung, die am Ende sogar ungewollt den stärker werdenden reaktionären Kräften (Atomlobby, Klima-Problem-Leugner bis hin zu Rechtspopulisten) in die Hände spielen könnte.

Ein noch weiter zunehmender Rückfall in nationalstaatliches und demokratiefeindliches Denken wäre jedoch das schlimmste, was dieser so gebeutelten Erde passieren könnte, weil ein globales Problem selbstverständlich nur international, solidarisch und friedlich gelöst werden kann. Unsere einzige Chance liegt deshalb in möglichst vielen mutigen Menschen mit guten Ideen  ... die den unbequemen Weg wählen, d.h. sich durch uneingeschränktes Engagement von den mehrheitlich gleichgültigen und/oder durch medialen Schwachsinn zunehmend verblödenden “End-(Zeit)-Verbrauchern” abheben ... und wagen, sich mit sehr mächtigen, geldgierigen und skrupellosen Gegnern anzulegen, die "ihre Spielsachen" nur ungern teilen werden ...

Wenn die einzige Alternative "Weitermachen wie bisher" und damit  den sicheren Untergang bedeutet, lohnt es sich aber allemal, gemeinsam für weltweite strikte soziale Gerechtigkeit zu streiten, d.h. zu teilen und Ideen für ein alternatives, nachhaltiges, allein am Erhalt der Natur und an den tatsächlichen Bedürfnissen aller ausgerichtetes, d.h. sozial-ökologisches Wirtschaftssystem zu entwickeln.

Darüber darf man ja sicher wenigstens mal nachdenken ... nein - darüber müssen wir sogar ganz dringend nachdenken, wenn wir eine annehmbare Zukunft haben wollen ... am besten in der freien Natur ... also: PC aus, Licht aus, Heizung drosseln und ab in den Wald - solange es dort noch schön ist ... 

Investoren investieren ... ,

um der Welt was Gutes zu servieren?

 Oder einfach, weil sie gieren -

nach Einfluss, Ruhm und Wertpapieren?

                                                                            H. R.

 

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22.10.2019