MOLAMU-Steinzeitprojekttage an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar 2003

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Protokoll von Jonas Fischer

Endlich war es so weit. Am Donnerstag, den 02.10.2003 nach der 2. Stunde gingen wir mit Frau Bartholomae in die Nähe des Waldrands, wo der Geowissenschaftler Herr Rittweger auf uns wartete. Er wollte uns nähere Informationen über die Altsteinzeit geben.

Als erstes legte Herr Rittweger das „Band der Zeit“ auf die Straße. Das 30 Meter lange Band sollte einen Teil der Geschichte der Menschheit zeigen. Außerdem legte er noch einen Zollstock dazu, der die Jahre nach Christus zeigen sollte. Er gab jedem Kind ein Schild (wo zum Beispiel Mittelalter, Altsteinzeit usw. draufstand) oder ein Tier, das man zur richtigen Zeit auf das „Band der Zeit“ drauflegte. In Wirklichkeit müsste das Band der Zeit mehr als 2 Kilometer lang sein. Außerdem ist ein Millimeter auf dem Band der Zeit ein Jahr! Danach zeigte er Bilder, die Tiere der Altsteinzeit darstellten (zum Beispiel Mammut, Riesenhirsch...). 

Darauf sollten wir im Wald nach trockenem Holz suchen, was sehr schwierig war, weil es am Vortag geregnet hat. Nachdem wir genug Holz gesammelt hatten, zeigte er uns, wie man Feuer in der Altsteinzeit gemacht hat. Wer einmal gesagt hat, dass er mit zwei Feuersteinen Feuer gemacht hat, hat vermutlich gelogen, weil nur kalte Funken damit gemacht werden können. Die Altsteinzeitmenschen hatten von Bäumen den so genannten Zunder-Schwamm-Pilz gepflückt und hatten die Unterseite abgeschabt. Er hat dann in eine kleine Schale die Krümel vom Zunder-Schwamm-Pilz hineingetan. Danach hat er einen Feuerstein an einen Schwefelstein geschlagen und die Funken kamen auf die Krümel von dem Pilz. Dadurch entstand etwas Glut, die er dann auf einen kleinen Haufen Stroh legte. Nachdem man etwas gepustet hatte, fing das Stroh dann an zu brennen. Damit das Feuer nicht ausging, hatten wir das zuvor gesammelte Holz auf das Stroh gelegt. 

Anschließend hat er uns die Waffen der Altsteinzeit gezeigt, die er selbst gebaut hat. Es war ein Speer mit einem kleinen Loch am Ende, in das die Speerschleuder hineinpasste und den man so ziemlich weit werfen konnte. Es gab noch einen Wurfspeer und einen Pfeil mit Bogen. Dann hat er einen Bär, den er auf ein Tuch gemalt hat, an eine Leine gehängt und wir durften auf den Bär mit den Waffen zielen. Zur Sicherheit waren die Waffen nicht spitz. Nachdem wir alle mit den Waffen den Bär erlegt hatten, zeigte er uns alte Speerspitzen, Harpunenspitzen und sonstige Werkzeuge aus Stein, die man bei Ausgrabungen gefunden hatte. Er zeigte uns sogar einen Schädel von einem Menschen der Altsteinzeit.

Nachher zeigte er uns, wie sie früher das Getreide gemahlen hatten. Man nahm zwei glatte Steine. Auf den größeren, der unten lag, legte er das Getreide und mit dem kleineren hat man dann über das Getreide gerieben. Um später die Blätter von dem Getreide zu entfernen, hat man ganz einfach leicht gepustet. Nachdem wir das Getreide fertig gemahlen hatten, durfte sich jeder sein eigenes Brot backen, das sehr gut geschmeckt hat.

Danach gab er uns altsteinzeitliche Namen, indem er jeweils die beiden Anfangsbuchstaben vom Vor- und Nachnamen zusammengesetzt hat. Die hat er auf ein Stück Stoff geschrieben, die er sich daheim schon zurechtgeschnitten hatte.

Im Anschluss daran hat er uns gezeigt, wie man früher Faustkeile hergestellt hat.

Am Ende haben wir noch ein Spiel gespielt. Dafür hat er uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Er hat uns Fragen gestellt, worüber wir den ganzen Tag gesprochen haben. Oder er hat uns Aufgaben gestellt, wo wir einen aus der Gruppe auswählten oder die ganze Gruppe dran beteiligt war. Zum Beispiel mussten wir einen aus der Gruppe auswählen, der mit Pfeil und Bogen auf den Bär geschossen hat oder jemanden, der 10mal nacheinander mollige Wollhorn-Nashornwolle sagen musste oder dem aus der anderen Gruppe Ausgewähltem solange in die Augen schauen musste, bis der Erste anfing zu lachen.

Eine Aufgabe musste die ganze Gruppe machen, indem man eine flache Schale, die bis oben hin mit Wasser gefüllt war und die man den anderen in der Gruppe weitergibt, bis man sie bei einem Baumstumpf ausleeren musste. Die Gruppe, die auf dem Weg mehr von dem Wasser verlor, hat verloren. Um 16.00 Uhr mussten wir dann wieder zurück zur Schule und wurden dann von unseren Eltern abgeholt.

Das war ein sehr schöner Tag.

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19.02.2005